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Wolfgang Kopplin wechselt zu Emil Frey

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Julia Mauritz

Vergangene Woche hatte Ford Deutschland angekündigt, dass Wolfgang Kopplin geht. Nun hat »kfz-betrieb« erfahren, wohin es den Manager verschlägt: Im Herbst steigt er in den Vorstand der Emil-Frey-Gruppe ein. Das zieht auch strukturelle Veränderungen beim Handelsriesen nach sich.

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Ford-Deutschland-Chef Wolfgang Kopplin wechselt zur Emil-Frey-Gruppe.
Ford-Deutschland-Chef Wolfgang Kopplin wechselt zur Emil-Frey-Gruppe.
(Bild: Ford)

Wolfgang Kopplin wechselt nach seinem Abschied von Ford Deutschland Ende August in den Automobilhandel. Wie »kfz-betrieb« aus Unternehmenskreisen erfuhr, tritt er zum 1. September in den Vorstand der Emil Frey AG ein. Das hat das Schweizer Unternehmen bei einem Treffen der Führungsriege Ende Juni beschlossen. Ein Posten im Emil-Frey-Topmanagement war seit dem Abschied von Christian Klingler im April frei.

Allerdings wird Kopplin wohl nicht exakt die ehemalige Funktion von Klingler übernehmen. Letzterer war für das gesamte Europa-Geschäft der Gruppe verantwortlich. Nun stellt sich Emil Frey nach Informationen von »kfz-betrieb« auch strukturell anders auf. Für jeden bedeutenden Markt soll es einen eigenen Verantwortlichen geben. Wolfgang Kopplin wird sich als Chef um die Geschäfte in Deutschland kümmern. Bestätigen wollte die Pressestelle vom Emil Frey dies nicht.

Bis zu seinem Wechsel bleibt Kopplin noch in seiner Funktion bei der Kölner Ford-Werke GmbH tätig. Den Posten als Geschäftsführer Marketing und Verkauf hat er seit April 2014 inne, seit Januar 2017 ist er zusätzlich Vorsitzender der Geschäftsführung. In dieser Funktion verantwortete er das operative Geschäft und den Wachstumskurs von Ford in Deutschland.

Für Wachstum soll er künftig auch bei der Emil-Frey-Gruppe sorgen. In Deutschland erzielte diese im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von knapp 2,9 Milliarden Euro. Mit mehr als 3.900 Mitarbeitern verkaufte sie über 134.900 Neu- und Gebrauchtwagen. Aktuellere Zahlen nennt die Gruppe nicht. Insgesamt ist das Unternehmen hierzulande nach eigenen Angaben mit 89 Standorten aktiv. Die letzten Zukäufe datieren aus dem Jahr 2016: Vor zwei Jahren hatte die Emil-Frey-Gruppe die Mercedes-Benz-Niederlassungen Kassel/Göttingen und Mainfranken der Daimler AG übernommen.

Zum Portfolio des Handelsriesen zählen in Deutschland die Fabrikate Abarth, Aston Martin, Bentley, BMW, Fiat, Fiat Professional, Ford, Fuso, Hyundai, Jaguar, Land Rover, Lexus, Maserati, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Opel, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Toyota, VW, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Volvo.

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