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„Meinen Mitarbeitern soll es gut gehen. Jeder soll ausreichend verdienen.“ Diesen Vorsatz hat Susanne Oppel-Burns aus New York mitgebracht. Nach ihrem Studium an der BFC in Calw studierte sie Automotive Marketing an der Northwood University in Palm Beach. Wagemutig ging die frischgebackene BA-Absolventin zusammen mit Kommilitonen von Florida nach New York – ohne Wohnung und ohne Job. Oppel-Burns fand eine Stelle als Assistentin der Verkaufsleitung bei Zumbach Motors, einem Händler für Audi, Saab und Isuzu. In der Metropole erlebte sie hautnah die krassen sozialen Unterschiede, die ihre Einstellung nachhaltig geprägt haben.
Jede Abteilung kennengelernt
Zurück in Ansbach durchlief sie als Assistentin der Geschäftsleitung alle wichtigen Stationen im Autohausmanagement. Sie führte das Qualitätsmanagement ein, erstellte Marketingkonzepte, stellte das Buchhaltungssystem um, übernahm die kaufmännische Leitung und erweiterte in diesem Zuge das Controllingsystem. Stets hatte sie ihren Vater als Chef und Ratgeber an der Seite.
2005 starb ihr Vater ganz plötzlich. Das gesamte Unternehmen war wie gelähmt. Die charismatische Gallionsfigur war mit einem Mal verschwunden. Susanne Oppel-Burns als einziges Kind übernahm die Verantwortung für die beiden Unternehmen. Sie stürzte sich in die Arbeit und hinterließ selbst Fußspuren: Die junge Chefin führte die eigene Gebrauchtwagenmarke „Oppel 7+“ ein und startete erfolgreich mit dem Oppel-Pass als langfristigem Kundenbindungsinstrument. Aktuell steht das Projekt „Digitale Fahrzeugakte“ ganz oben an.
Die alleinerziehende Mutter sieht sich in der glücklichen Lage, hervorragende Mitarbeiter zu haben, die ihr im operativen Geschäft kompetent und verlässlich zur Seite stehen. So kann sie sich ganz auf strategische Fragen konzentrieren.
Wenn sie beruflich auf Reisen ist, kümmern sich ihre Mutter und ihre Tanten um den kleinen Sohn. „Dadurch kann ich mich stressfrei auf das Unternehmen konzentrieren“, berichtet Susanne Oppel-Burns erleichtert. Doch das Wochenende bleibt der Familie vorbehalten – um Energie zu tanken für neue Projekte.
Eines schwebt ihr schon vor: Sie möchte alle Betriebe nach ökologischen und energieeffizienten Maßstäben modernisieren und damit etwas schaffen, von dem man später sagen wird: „Das ist die Handschrift von Susanne.“ Silvia Lulei
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