Synthetische Kraftstoffe ZDK unterstützt offenen Brief gegen mögliches EU-Aus für E-Fuels

Von Krzysztof Bauch

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Der ZDK unterstützt einen offenen Brief der E-Fuel-Alliance an das Europäische Parlament und die Vertreter der Mitgliedsstaaten. Anlass ist eine Abstimmung am 7. Juni über die neuen CO2-Flottengrenzwerte für Pkw und die Frage, ob synthetische Kraftstoffe positiv auf den Flottenverbrauch angerechnet werden können.

Das Europäische Parlament in Straßburg trifft am 7. Juni für die Automobilbranche wegweisende Entscheidungen. (Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Das Europäische Parlament in Straßburg trifft am 7. Juni für die Automobilbranche wegweisende Entscheidungen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Bei einer Entscheidung im Europäischen Parlament droht das Aus für synthetische Kraftstoffe, fürchtet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Der bisherige Abstimmungsentwurf sehe keinen Anrechnungsmechanismus vor und komme damit einem faktischen Verbrenner-Verbot ab 2035 gleich.

Die Bundesregierung hatte dem Vorschlag der EU-Kommission für die Flottengrenzwerte durch das Bundesumweltministerium bereits im März zugestimmt. Damit habe sie ihre vor der Bundestagswahl gegebenen Versprechungen übergangen, kritisiert der ZDK.

Als Mitglied der E-Fuel-Alliance unterstreicht der ZDK, dass eine technologieoffene Regelung für CO2-Emissionsstandards von Fahrzeugen unverzichtbar sei und appelliert an die europäischen Entscheidungsträger, zugunsten eines Anrechnungsmechanismus abzustimmen. Der ZDK unterstützt daher den offenen Brief von mehr als 170 Unternehmen und Organisationen, die sich in Brüssel und Berlin für das Thema einsetzen.

Um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, wird in dem Brief die Bedeutung eines Technologiemixes betont, der alle relevanten Lösungen zur Verringerung der CO2-Emissionen umfasst, ohne die unterschiedlichen Bedürfnisse von Verbrauchern und Industrie zu ignorieren. Die Unterzeichner zeigen sich besorgt darüber, dass die Vorschläge der EU-Kommission ein solches Gleichgewicht nicht erreichen werden.

Weiter heißt es in dem Brief: „Das freiwillige Anrechnungssystem für nachhaltige erneuerbare Kraftstoffe ist eine ausgereifte, praxisnahe Lösung, die in die Verordnung über CO2-Standards für Pkw und Transporter aufgenommen werden kann. Es baut auf bestehenden Strukturen für die Anrechnung von Kraftstoffen auf dem Markt und Nachhaltigkeitskriterien auf, vermeidet Doppelzählungen und hält die Verantwortlichkeiten von OEMs und Kraftstofflieferanten getrennt. Das Gutschriftensystem ist ein erster Schritt hin zu einem ganzheitlicheren Lebenszyklusansatz. Es würde ein Sicherheitsnetz bieten, wenn eine direkte Elektrifizierung noch nicht machbar ist.“

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