Akzeptabler Kompromiss für Mazda-Servicepartner

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Die sinkenden Restwerte waren auf der Verbandstagung ebenfalls ein Thema: Vor allem die gebrauchten CX-5- und Mazda-6-Diesel würden nicht gut abfließen, berichteten einige Händler. René Bock wies auf der Veranstaltung darauf hin, dass die Situation gemessen am Fahrzeugvolumen nicht als dramatisch zu bezeichnen sei: Den Bestand an Mazda-Euro-5-Dieseln bezifferte er auf 28.000 Einheiten. Im Privatkundenbereich sei der Dieselanteil binnen eines Jahres von 20 auf 13 Prozent gesunken.

Mazda beobachte die Restwertentwicklung kontinuierlich und kommuniziere eventuelle Abweichungen dem Handel sehr transparent. Zudem könne ein Händler das Restwertrisiko bei Full-Service-Leasingverträgen – seit Kurzem auch beim Privatkunden-Full-Service-Leasing – an den externen Dienstleister Athlon abgeben. Den Vorschlag von Marko Böttcher, dem wiedergewählten ersten Stellvertreters des Verbands, die Risiken zwischen Hersteller und Händler zu teilen, statt auf einen Dienstleister zu setzen, um so attraktivere Leasingraten sicherzustellen, vertagte Bernhard Kaplan mit dem Hinweis auf die Komplexität des Vorhabens.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Für das kommende Jahr hat der Leverkusener Importeur erneut 65.000 Neuzulassungen ausgerufen. Ein Ziel, mit dem auch der Händlerverband gut leben kann: „Wir hatten schon die 2017-Ziele als moderat und machbar bezeichnet. Angesichts der Tatsache, dass es aktuell keine größeren taktischen Zulassungskationen gibt und wir sauber ins neue Jahr starten können, müsste das Ergebnis haltbar sein, soweit eine ausreichende Verfügbarkeit gewährleistet ist“, bemerkte Werner Prange.

Einen Volumenschub erhoffen sich der Importeur und der Händlerverband ab dem Jahr 2019: Dann kommt die neue Mazda-3-Generation auf den Markt, in der auch die neue Antriebsgeneration Skyactiv-X Premiere feiern wird: Dabei handelt es sich um den ersten selbstzündenden Benziner, der es zur Marktreife gebracht hat.

Neue Händlerwebsite kommt im April 2018

Einen ordentlichen Sprung nach vorne will Mazda aber nicht nur antriebstechnisch machen, sondern auch digital: Marketingdirektor Dino Damiano stellte die Fertigstellung der neuen Mazda-Händlerwebsites für April 2018 in Aussicht. Ebenfalls in Planung ist eine webbasierte Version des Dealer-Management-Systems MACS.

Ein Ausbooten des Handels und ein Einstieg in den digitalen Direktvertrieb sei bei Mazda aktuell nicht erkennbar, unterstrich Werner Prange auf der Tagung: „Aktuell zielen alle Bemühungen von Mazda Deutschland und Mazda Europa darauf ab, den einzelnen Händler zu entlasten.“ Gerade für die kleineren Händler sei die digitale Unterstützung seitens des Herstellers als positiv zu werten.

Allerdings zeigten sich nicht alle Händler auf der Veranstaltung damit zufrieden, dass Mazda aktuell so viele Daten vom Händler abgreift. Marko Böttcher forderte im digitalen Bereich vom Importeur, wie auch beim Handling mit den Incentiveprogrammen oder der Garantieabwicklung, mehr Transparenz, Einfachheit und Fairness: „Eine gute Bedienbarkeit mit einheitlichen Systemen und wenigen Mausklicks ist unabdingbar, damit die Mazda-Händler digital wettbewerbsfähig sein können“, unterstrich er.

(ID:44999989)