Antriebstechnik: Der Griff zum Baustein

Die Fahrzeughersteller lagern immer mehr Entwicklungskompetenz an Lieferanten aus. In der Motorperipherie kommen fast alle Anbauteile von Zulieferern. Der Trend dabei: Funktionszusammenfassung in Modulen.

| Autor: Ottmar Holz, Jan Rosenow

Komplexes Gerät: der Prototyp des aktiven Ansaugmoduls mit integriertem E-Booster von Mann + Hummel.
Komplexes Gerät: der Prototyp des aktiven Ansaugmoduls mit integriertem E-Booster von Mann + Hummel. (Foto: Mann + Hummel)

Der Motor gilt für viele Autohersteller als Kernkompetenz. Hier wollen sie sich vom Wettbewerb unterscheiden, dem Kunden ein markentypisches Fahrgefühl vermitteln und so weiter. Wie es dazu passt, dass heute fast alle OEMs Vierzylindermaschinen mit absolut gleichartigen Eigenschaften verwenden, können wir uns zwar nicht erklären – aber trotzdem ist es in der Autobranche die absolute Ausnahme, komplette Antriebsaggregate von Zulieferern zu beziehen.

Doch schaut man etwas genauer hin, dann steigt der Anteil zugelieferter Komponenten im Motorraum trotzdem an. Vor allem in der Motorperipherie – Ansaugtrakt, Aufladung und Ladeluftlühlung, Abgasrückführung, Öl- und Kühlwasserversorgung – geht der Trend ganz klar zu funktionsintegrierten Modulen, die von Zulieferern entwickelt und produziert werden. Das muss nicht immer so extrem aussehen wie das neue Ölmodul Nexcel von Castrol (siehe »kfz-betrieb« 46/2015), aber die Richtung ist eindeutig. »kfz-betrieb« hat sich bei wichtigen Zulieferern umgehört und zeigt, welche Module und Systeme heute und in naher Zukunft in der Motorperipherie zum Einsatz kommen.

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