Aston Martin DBS Superleggera: Der stärkere Vanquish S

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Da der 5,2 Liter große Zwölfzylinder von zwei Turboladern zwangsbeatmet wird, reicht eine Verdichtung von 9,3 : 1, um 533 kW/725 PS zu erzeugen. Gegenüber dem Vanquish, den der DBS Superleggera ablöst, bedeutet das einen Zuwachs von mehr als 150 PS. Die echte Keule packt der Motor jedoch beim Drehmoment aus: 900 Newtonmeter ab 1.800 Umdrehungen sind ganz nach dem Geschmack von Andy Palmer, der den „Punch“ als das wichtigste Kennzeichen eines Sportwagen ansieht. Ohne aufschneiderisches Getöse, aber mit Ehrfurcht gebietendem Grollen nimmt das Antriebsaggregat seine Arbeit auf.

Wichtige Voraussetzungen für ein ebenso dynamisches wie ausbalanciertes Fahrverhalten schaffen die Einbaulagen von Motor und Getriebe. Während der Zwölfender hinter der Lenkachse seinen Platz gefunden hat, verortet sich die Acht-Gang-Automatik vor der Hinterachse. Eine Gewichtsverteilung von 51:49 ist die Folge. Eine verwindungssteife Aluminiumstruktur und die großzügige Verwendung von Karbonteilen für die Karosserie sorgen dafür, dass der britische Kraftprotz seinen italienischen Beinamen Superleggera (superleicht) zu Recht führt.

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Eine kurvenreiche Bergstrecke ohne Reparaturstau ist die beste Voraussetzung dafür, einen überzeugenden Eindruck vom neuen Aston-Martin-Spitzenmodell zu gewinnen. Dabei bedarf es nicht einmal der ständigen Wiederholung brachialer Beschleunigung (3,4 Sekunden auf 100 km/h), um sich an den scheinbar unerschöpflichen Leistungsreserven zu erfreuen. Spontane Gasannahme, präzises Einlenken und minimale Neigung zum Übersteuern lassen den PS-Giganten erfreulich unkompliziert erscheinen. Der Unterhaltungswert kommt dabei ebenfalls nicht zu kurz, denn im Sportmodus ist für elektronisch eingestreute Gasstöße beim Herunterschalten gesorgt. Im Zaum gehalten wird das Energiebündel von zupackenden Bremsen, deren Schreiben aus Karbon-Keramik-Verbundmaterial vorn 410 Millimeter und hinten 360 mm groß sind.

Versehen mit einer ordentlichen Portion Gelassenheit kann man auf flacher Strecke dem offiziellen Verbrauchswert von 12,3 Litern je 100 Kilometer durchaus nahe kommen. Wenn Fahrspaß das Ziel des Ausflugs ist, ist mit 16 oder mehr zu kalkulieren. Ob dieser Wert geeignet ist, solvente Kunden von ihrem Kaufvorsatz abzubringen, darf getrost bezweifelt werden.

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