Aston Martin senkt Absatzprognose

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Der britische Sportwagenbauer rechnet wegen der wirtschaftlichen Unsicherheiten damit, im laufenden Jahr weniger Autos zu verkaufen als ursprünglich geplant. Die Aktie brach nach dieser Mitteilung ein.

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Aston Martin wäre nach Jahren wieder der erste britische Autohersteller an der Londoner Börse.
Aston Martin wäre nach Jahren wieder der erste britische Autohersteller an der Londoner Börse.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Der britische Luxussportwagenbauer Aston Martin hat wegen der wirtschaftlichen Unsicherheiten seine Absatzprognose für das laufende Jahr gesenkt. Unternehmenschef Andy Palmer fährt deswegen die Investitionen runter und kündigte Sparmaßnahmen an. Im laufenden Jahr rechnet der unter anderem mit Ferrari und der VW-Tochter Porsche konkurrierende britische Hersteller jetzt nur noch mit der Auslieferung von 6.300 bis 6.500 Sportwagen - bislang hatte das Ziel bei 7.100 bis 7.300 gelegen.

Investoren reagierten verschreckt. Die Aktie fiel in den ersten Handelsminuten um 22 Prozent auf 805 Pence und näherte sich damit wieder dem Rekordtief von 790 Pence von Anfang Mai. Für die Anleger waren die Papiere des Autobauers, der unter anderem durch die James-Bond-Filme bekannt wurde, bisher eine pure Enttäuschung. Ausgehend von ihrem Ausgabepreis von 1.900 Pence im Oktober ging es bis Mai stetig nach unten, bevor sich der Kurs bis zu der Mitteilung am Mittwoch ein wenig erholen konnte. Die Zwischenerholung ist nun zunichte.

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Neben den operativen Problemen sorgte auch die Unsicherheit wegen der nach wie vor ungeklärten Folgen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der EU (Brexit) für die Kursverluste. Der britische Sportwagenbauer steht zudem in puncto Absatz und Marge weiter im Schatten des italienischen Herstellers Ferrari. Dies spiegelt sich auch in der Bewertung an der Börse wider.

Während die Marktkapitalisierung von Aston Martin seit dem Börsengang um fast 60 Prozent auf umgerechnet rund zwei Milliarden Euro abstürzte, zog diejenige von Ferrari seit der Erstnotiz im Herbst 2015 um rund 220 Prozent auf 28 Milliarden Euro an.

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