Oldtimer auf zwölf Volt umrüsten? Auch ein Sechs-Volt-Bordnetz ist technisches Kulturgut

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 7 min Lesedauer

… und funktioniert einwandfrei, sofern man seine Pflege nicht vernachlässigt. Im Lichtlabor von Osram konnte »kfz-betrieb« nachweisen, dass Zwölf-Volt-Biluxlampen nicht heller leuchten als ihre Sechs-Volt-Pedants. Deren Qualität differiert jedoch massiv.

Drei Sechs-Volt-Biluxlampen und eine Zwölf-Volt-Lampe wurden im Lichtlabor von Osram einem vergleichenden Test unterzogen.(Bild:  Diehl – VCG)
Drei Sechs-Volt-Biluxlampen und eine Zwölf-Volt-Lampe wurden im Lichtlabor von Osram einem vergleichenden Test unterzogen.
(Bild: Diehl – VCG)

Historische Fahrzeuge mit sechs Volt Bordspannung wurden in der Vergangenheit häufig nachträglich auf zwölf Volt umgerüstet, wobei immer wieder die Begründung „besseres Fahrlicht“ zu lesen oder zu hören war – und ist. Mag sein, dass nach der Umrüstung tatsächlich ein besseres Fahrlicht zur Verfügung steht, unmittelbar an der verdoppelten Nennspannung liegt das aber nicht. Um die genannte Begründung zu widerlegen, nutzte »kfz-betrieb« gemeinsam mit der Endverbraucherzeitschrift »Oldtimer Markt« das Lichtlabor des Lampenherstellers Osram im nördlich von Ulm gelegenen Herbrechtingen. Getestet wurden sogenannte Biluxlampen (Zweifaden-Glühlampen des Typs R2 mit Sockel P45t) mit den Leistungsaufnahmen 45 Watt bei Abblend- und 40 Watt bei Fernlicht. Diese bei historischen Fahrzeugen häufig verbauten Scheinwerferlampen gibt es in Sechs- und Zwölf-Volt-Ausführung, womit echte Vergleichbarkeit gegeben ist.

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Von den Redaktionen wurden aus eigenem Bestand und im Oldtimerteilehandel drei Sechs-Volt-Lampen der Marken Jahn und Hella sowie eine Zwölf-Volt-Lampe von Osram ausgewählt. Ihr vergleichender Test im Osram-Lichtlabor, wozu ein neuer Ersatzteil-Scheinwerfer des VW Käfer verwendet wurde, ergab zwei hauptsächliche Ergebnisse: