Audi A4: Hersteller reagiert auf Kritik am Design

Facelift kommt im Herbst in den Handel

| Autor: sp-x

Der geliftete Audi A4 kommt im März in den Handel.
Der geliftete Audi A4 kommt im März in den Handel. (Bild: Audi)

Der geliftete Audi A4 wird im Herbst deutlich schnittiger als sein Vorgänger in den Handel kommen. Die Mittelklasselimousine, der Kombi und dessen Schlechtwege-Variante Allroad sehen aus wie komplette Neuauflagen, dabei haben die Ingolstädter lediglich das bekannte Modell renoviert. Allerdings außergewöhnlich umfassend. Dazu gibt es elektrifizierte Antriebe und ein Diesel-Sportmodell.

Der Grund für den maximalinvasiven Eingriff: Die hinsichtlich der Verkaufszahlen wichtigste Baureihe der Ingolstädter lief zuletzt nicht so gut wie erhofft. Das Design wirkte schon vom Start weg leicht altbacken, neben den neuen Audi-Modellen A6 und A8 sah der kleinere Bruder zuletzt angestaubt aus. Zum Facelift gibt es daher nun eine neue und schärfer geschnittene Garderobe. Lediglich das Dachbauteil, der Kofferraumdeckel und die Motorhaube blieben unverändert. In der Regel wird bei turnusmäßigen Modellpflegen nur an Details gefeilt und vielleicht mal ein neuer Scheinwerfer eingepasst.

Audi A4: Hersteller reagiert auf Kritik am Design

Auch der A4 trägt geänderte Lichter im gestrafften Gesicht. Wichtiger ist aber der weiter Richtung Straße gerutschte Kühlergrill, der die Front sportlicher wirken lässt. Dazu passend drücken die tiefere Schulterlinie und die markanter modellierten Partien über den Kotflügeln auch den Rest des Autos stärker auf die Straße. Insgesamt spannt sich das Blech nun deutlich kraftvoller um die in Länge, Breite und Proportion kaum veränderten Konturen.

Der Audi ist kein komplett anderes Auto geworden, wirkt aber präsenter als zuletzt. Erstmals hat der neue Chef-Designer Mark Lichte Hand am A4 angelegt – das alte Modell war noch vor dem Start seiner Amtszeit gestaltet worden. Kein Wunder, dass sich die neue Variante nun wieder auf Augenhöhe mit seinen größeren Brüdern befindet, die bereits aus der Lichte-Zeit stammen.

Schritt ins digitale Zeitalter vollzogen

Ebenfalls vergleichsweise umfangreich sind die Änderungen im Innenraum. Das Cockpit des Vorgängers war zwar wie gewohnt pingelig verarbeitet, stammte aber noch aus der analogen Ära und hat jetzt den Schritt ins digitale Zeitalter vollzogen. Statt über Knöpfchen und Schaltern gibt der Fahrer seine Anweisungen über einen berührungsempfindlichen Bildschirm, der vor dem Armaturenbrett montiert ist.

Im Gegenzug fällt der Dreh-Drück-Steller in der Mittelkonsole weg. Alternativ ist die Bedienung über das Multifunktionslenkrad oder gleich per Sprachbefehl möglich – das System soll deutlich verständiger geworden sein und natürlich gesprochene Sprache auf einem ähnlichen Niveau verstehen wie bei den Wettbewerbern Mercedes und BMW.

Immer mehr elektrische Unterstützung bei den Motoren

Bei den Motoren setzt Audi verstärkt auf elektrische Hilfe. Dabei gibt es unterschiedliche Konzepte: Die drei zum Marktstart verfügbaren 2,0-Liter-Vierzylinderbenziner (110 kW/150 PS, 140 kW/190 PS und 180 kW/245 PS) werden beim Anfahren und Beschleunigen von einem Startergenerator unterstützt. Der Hilfsmotor zieht seinen Strom dabei aus dem herkömmlichen 12-Volt-Bordnetz.

Kurze Zeit nach Marktstart folgen zwei 2,0-Liter-Diesel mit gleicher Technik und 100 kW/136 PS sowie 120 kW/163 PS. Mehr Elektro-Schub gibt es beim S4, der dem Starter-Generator über ein 48-Volt-Bordsystem mehr Leistung verpasst und außerdem einen elektrischen Verdichter versorgt. Noch wichtiger: Audi stellt bei seinem Sportmodell von Benzin- auf Diesel-Antrieb um – erstmals in einer Limousinen-Baureihe. Der 3,0-Liter-Sechszylinderdiesel leistet 255 kW/347 PS. Einen Benziner gibt es nur noch auf Exportmärkten. Komplettiert wird das Antriebsprogramm von zwei nicht-elektrifizierten Dieseln: einem 2,0-Liter-Motor mit 140 kW/190 PS und einem 170 kW/231 PS starken 3,0-Liter-Motor. Für die Kraftübertragung – je nach Modell auf die Vorderreifen oder alle vier Räder – stehen Automatikgetriebe mit sieben oder acht Stufen sowie eine Sechsgang-Handschaltung zur Wahl.

Die Preise sind gegenüber dem Vorgängermodell nicht grundsätzlich gestiegen. Das Basismodell der Limousine mit Frontantrieb, Handschaltung und 110 kW/150 PS starkem Benziner kostet ab 33.600 Euro, der günstigste Diesel (100 kW/136 PS) steht mit 38.900 Euro in der Liste.

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