Ein Sportwagen ist der Gelände-Audi trotz seiner Beschleunigung von 5,5 Sekunden von 0 auf 100 Km/h natürlich nicht, auch wenn er für ein SUV extrem flott und agil um die Kurven jagt. Doch wenn man das Gaspedal durchtritt, kommt einem Jürgen Prochnows „dreimalwahnsinnige und durch“ in den Sinn: Nach einer Gedenksekunde schießt der Q7 los, dank elektronischer Hilfen und Allradantrieb wird der Wagen vom Drehmoment des Zwölfzylinders nicht überwältigt.
200 km/h kommen einem im Q7 so schnell vor wie 100 km/h in einem Kleinwagen. Den Durchschnittsverbrauch gibt Audi mit 11,3 Litern Diesel pro 100 Kilometer an. Sparsam kann man das nur nennen, wenn man den V12 TDI mit V8-Benzinern anderer Geländewagen vergleicht, die sich deutlich mehr genehmigen.
Der Q7 6.0 TDI quattro: Eine ganz eigene Kategorie
130.600 Euro verlangt Audi für den Q7 6.0 TDI quattro. Auf der Webseite des Unternehmens hat der Wagen sein eigenes Kapitel, getrennt von den anderen Q7-Modellen. Schließlich bewegt sich der Zwölfzylinder in ganz anderen Preisdimensionen: Ein Q7 3.0 TDI mit halb soviel Zylindern, Hubraum und PS kostet mit 51.500 Euro fast 80.000 Euro weniger als der Zwölfender.
Dass der V12 irgendwann einmal ein echtes Boot antreibt, ist übrigens nicht ganz abwegig: Die Sparte Volkswagen Marine rüstet schon lange VW- und Audi-Motoren für Sportboote oder kleine Yachten um, denn die Dieselaggregate sind erheblich sparsamer als gleich starke Benzinmotoren. Der V6-TDI, der zum Beispiel im Audi A6 oder VW Touareg zum Einsatz kommt, leistet in Motorbooten bis zu 265 PS. Der V8-Dieselmotor soll ebenfalls „marinisiert“ werden.
Eine Sache hatten die Maschinen von U96 ihren Nachfahren allerdings voraus: Wenn das Boot tauchte, blieben die Diesel still und sparten Kraftstoff. Denn dann fuhr das Boot rein elektrisch.
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