Jakob Mining Vehicles
Fuldaer Händler auf dem Weg zum OEM
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Im Verborgenen hat sich ein hessisches Autohaus zum Spezialisten für Bergbaufahrzeuge entwickelt – mit lukrativen Nischenrenditen. Doch das Aus für ein Basisfahrzeug zwang zum radikalen Strategiewechsel.
Über die Renditen im Geschäftsfeld Spezialfahrzeuge redet Benjamin Jakob nicht gerne. Aber nicht etwa, weil sie so schlecht ausfallen. Über lange Jahre hinweg hat sich das hessische Autohaus quasi nebenbei eine Expertise zu Umbauten für den Einsatz im Untertagebau erarbeitet – speziell mit leichten, sogenannten Mine-Spec-Vehicles für die Aufsicht, die Vermessung oder den Mannschaftstransport, die das logistische Rückgrat jeder Mine bilden. Es kann aber auch schon mal ein Kran-, Tank- oder Feuerwehrwagen sein, der beim Autohaus Jakob nachgefragt wird.
Das Thema ist hochkomplex, deswegen gibt es kaum Wettbewerb. Denn die Anforderungen unter Tage sind extrem, und das Volumen an zu beachtenden Vorschriften der „Bergverordnungen“ auch. Die damit einhergehende kompromisslose Null-Toleranz-Politik für technische Mängel verlangt zum Beispiel, dass alles, was das Fahrzeug potenziell kann, auch jederzeit funktionieren muss, sonst darf das Fahrzeug unter der Erde nicht in Betrieb genommen werden. Da nun aber zum Beispiel ein Heckkamerasystem in 1.000 Metern Tiefe wegen Staub, Schmutz, Stößen und Vibration nicht lange überleben würde, baut es Jakob im Rahmen des Umbaus direkt aus. Oder Fahrerassistenzsysteme – sie würden unter Tage nur Verwirrung stiften, deshalb werden sie stillgelegt, wozu allerdings zahlreiche Steuergeräte aufwändig umprogrammiert werden müssen. Dasselbe gilt beim Deaktivieren der Reifendrucksensoren oder beim Abregeln der Höchstgeschwindigkeit.
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