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Autoberufe bei den World Skills 2013

Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Im Juli startet die größte Berufe-WM aller Zeiten. Mit dabei auch drei deutsche Vertreter aus den Berufen Kfz-Mechatroniker, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker sowie Fahrzeuglackierer.

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Vonl links: Robert Bartsch, Tobias Dörn und Christian Heinz starten in Autoberufen bei den World Skills 2013 für Deutschland.
Vonl links: Robert Bartsch, Tobias Dörn und Christian Heinz starten in Autoberufen bei den World Skills 2013 für Deutschland.
(Foto: Schmidt)

Leipzig ist im Juli Gastgeber der größten Berufe-Weltmeisterschaft „World Skills“ aller Zeiten. Vom 2. bis 7. Juli kämpfen 1.046 junge Fachkräfte aus 65 Ländern und Regionen in insgesamt 46 Berufen um Weltmeistertitel. Den größten Einzelwettbewerb bestreiten dabei die Kfz-Mechatroniker mit 31 Teilnehmern. Weitere Wettkampfberufe aus der Autobranche sind die Fahrzeug- und Karosseriebaumechaniker sowie die Fahrzeuglackierer.

Junge Nachwuchskräfte, die an den World Skills teilnehmen möchten, dürfen im Wettbewerbsjahr nicht älter als 22 Jahre sein. Im Deutschen Kfz-Gewerbe müssen sie sich zusätzlich im praktischen Leistungswettbewerb der Kfz-Mechatroniker bewähren, in den man über gute Noten bei der Gesellenprüfung einsteigen kann.

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In Leipzig vertritt der 21-jährige Robert Bartsch das Deutsche Kfz-Gewerbe. Bartsch machte seine Ausbildung in einem BMW-Autohaus der Wahl-Group im nordrhein-westfälischen Brilon. Gleich nach seiner Ausbildung absolvierte er die Weiterbildung zum Meister im Kfz-Technikerhandwerk. Zusätzlich stellte er sich dem praktischen Leistungswettbewerb der Kfz-Mechatroniker und siegte sowohl auf Kammer- als auch auf Landesebene. Beim Bundeswettbewerb im November 2012 in Koblenz belegte er dann einen hervorragenden zweiten Platz. Da der Sieger der deutschen Meisterschaft, Manuel Krüger aus Thüringen, bereits das Wettbewerbsalter für die World Skills überschritten hatte, sicherte sich Bartsch mit seiner Leistung ein Ticket nach Leipzig.

Umfangreiche Vorbereitung

Bartsch bezeichnet sich selbst als autoverrückt und tunt deshalb auch in seiner Freizeit gerne Autos durch einen Komplettumbau. Dass Volkswagen die Autos bereitstellt, an denen die World-Skills-Teilnehmer ihre Aufgaben bewältigen müssen, bereitet ihm trotz Ausbildung bei BMW keine Kopfschmerzen, denn an Volkswagen-Modellen arbeitet er viel in seiner Freizeit. Außerdem wird er im Rahmen seiner vom ZDK organisierten Vorbereitung auf den Wettbewerb noch einen einwöchigen Lehrgang im neuen Volkswagen-Qualifizierungszentrum in Ludwigsfelde bei Berlin absolvieren. Weiterhin will er sich noch sehr intensiv mit der Getriebetechnik auseinandersetzen, denn dort sieht er derzeit die größten Lücken bei sich. Damit auch die Sprache nicht zum Problem im Wettkampf wird – die Wettbewerbssprache ist Englisch – schickt ihn der ZDK im Juni zusätzlich auf einen einwöchigen Sprachkurs nach London. Bartsch sieht dem Wettbewerb relativ entspannt entgegen und möchte bei den World Skills eine gute Platzierung erreichen sowie seine eigenen Fähigkeiten ausbauen und stärken.

22 Stunden Wettkampf

Der Kandidat der Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker ist Christian Heinz aus dem hessischen Weinheim bei Frankfurt am Main. Er hat bei Karosseriebau Riegelhoff in Frankfurt gelernt und konnte sich ebenfalls bei verschiedenen Wettbewerben als Teilnehmer für die Weltmeisterschaften qualifizieren. Heinz tritt in Leipzig gegen 21 Konkurrenten aus Europa, Asien, USA und Australien an. An den vier Wettkampftagen müssen die Wettkämpfer in insgesamt 22 Stunden unterschiedliche Teilaufgaben bewältigen. Darunter sind Ausbeul-, Richt- und Messaufgaben. Die Teilnehmer müssen aber auch Schweiß- und Klebeverbindungen herstellen sowie Fahrzeuganbauteile einpassen.

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