Autogas-Dauertest bestanden

Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Um die Qualität von Autogas-Nachrüstungen zu beurteilen, hat der ADAC zwei umgerüstete Skoda Oktavia getestet. Beide schnitten mit „gut“ ab.

Der ADAC hat mit einer LPG-Analge nachgerüstete Skoda Oktavia getestet und für gut befunden.
Der ADAC hat mit einer LPG-Analge nachgerüstete Skoda Oktavia getestet und für gut befunden.
(Foto: ADAC)

Der ADAC hat zwei auf Autogas (LPG) umgerüstete Skoda Octavia über 40.000 Kilometer lang im Dauereinsatz getestet. Trotz kleiner Pannen bei den nachgerüsteten Anlagen haben beide Fahrzeuge den Dauertest bestanden. Auch die Beratung und die Einbauqualität durch Fachwerkstätten flossen in die Bewertung ein.

Laut ADAC zeigten sich bei den Gasanlagen zwar bereits kurz nach dem Umbau erste leichte Schwierigkeiten, diese konnten die Umbaubetriebe jedoch im Rahmen des ersten planmäßigen Checks nach 1.000 gefahrenen Kilometern beheben. Eingebaut wurden Anlagen der führenden Marken Landi-Renzo und Prins. Allerdings hatte nur die Landi-Renzo-Anlage eine Genehmigung nach ECE-R 115. Um die Qualität der Nachrüstung zu beurteilen, verglich der ADAC die umgebauten Fahrzeuge mit einem ab Werk mit LPG-Anlage ausgestatteten Octavia.

Gute Ergebnisse

Auf Platz drei landete das Auto mit der Prins-Anlage, erreichte aber immer noch ein „gut“. Bei diesem Fahrzeug haperte es nach Angaben des Automobilclubs lediglich beim Einbau. Gas- und Stromleitungen seien nicht sorgfältig genug verlegt worden. Der Tankanschluss war zu tief verbaut.

Dagegen konnte der Octavia mit der Landi-Renzo-Anlage punkten – vor allem, weil durch die ECE-R-115-Genehmigung der Einbau genauer definiert war. Auch der LPG-Verbrauch fiel hier im Dauertest etwas geringer aus. Nicht zu toppen war nach Angaben des Automobilclubs jedoch der Autogas-Skoda ab Werk. Für den Autofahrer bringe er keinerlei Einschränkungen mit sich, das System sei am besten abgestimmt, komfortabel und zuverlässig.

Der ADAC hat drei Fahrzeuge getestet (Zum Vergrößern bitte klicken.)
Der ADAC hat drei Fahrzeuge getestet (Zum Vergrößern bitte klicken.)
(Quelle: ADAC)
Kommt ein Neuwagenkauf mit LPG-Werkseinbau nicht in Frage, raten die ADAC-Tester zu einem Umbau im Fachbetrieb und zu Anlagen, die eine Genehmigung nach ECE-R 115 haben. Hier sind sowohl die Bauteile der Anlage als auch der komplette Einbau und die Gaseinstellungen strikt vorgegeben. Der ADAC betont darüber hinaus, dass eine gute Beratung im Vorfeld ebenso wichtig ist wie Einbau und Qualität der Gasanlage.

Bei einem derzeitigen Preis von 80 Cent ist Autogas pro Liter bis zu 50 Prozent günstiger als der Liter Super-Benzin. Mit Umbaukosten zwischen 2.000 und 3.000 Euro (je nach Modell und Anlage) ist eine Nachrüstung des eigenen Autos eine gute Alternative zum Benziner. Amortisiert hätten sich die Wagen im Test nach 75.000 (mit Landi-Renzo) bzw. 87.000 Kilometern (mit Prins).

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