Autohäuser im Ausland: So geht Handel in China

Flexibel einsetzbare Mitarbeiter, Festpreise für Neuwagen und Sachprämien statt Provisionen für Verkäufer: Von den Besonderheiten des chinesischen Automobilhandels konnten sich deutsche Mazda-Händler jüngst in Nanjing persönlich überzeugen.

| Autor: Katrin Drogatz-Krämer

Die Serviceannahme im Mazda-Autohaus Nanjing Tianrui Automobile.
Die Serviceannahme im Mazda-Autohaus Nanjing Tianrui Automobile. (Bild: Katrin Drogatz-Krämer)

Es gibt weltweit kaum ein weiteres Land, das für die Fahrzeughersteller so interessant ist wie China – die Wachstumschancen sind enorm: 67 Pkws kommen in China auf 1.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland waren es im vergangenen Jahr 548 Autos. Allein im Jahr 2017 wurden in China über 24 Millionen Neuwagen verkauft. Doch der Automobilvertrieb im 1,4-Milliarden-Einwohner-Land funktioniert nach ganz speziellen Regeln: Schon heute stehen Großstädte wie Peking, Nanjing oder Shanghai kurz vor einem Verkehrsinfarkt. Zudem haben sie so ein großes Smogproblem, dass sich fast keiner mehr ohne Mundschutz vor die Tür traut.

Daher ist es für die Bevölkerung beispielsweise kaum noch möglich, neue Nummernschilder für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zu erhalten. Dafür subventioniert die Regierung den Verkauf von Elektroautos und strebt bis 2019 eine Quote von zehn Prozent an. Deutlich weiter fortgeschritten als hierzulande ist in China der Neuwagenvertrieb über das Internet: Über 40 Prozent der fabrikneuen Pkws werden mittlerweile über den digitalen Kanal abgesetzt.

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