Autohandelsgruppen Hülpert und Knubel planen Zusammenschluss

Redakteur: Philipp Uhl

Die Handelsgruppen Hülpert und Knubel planen die Zusammenführung ihres operativen Geschäfts mit Volkswagen-Fabrikaten. Der Zusammenschluss beträfe circa 1.300 Mitarbeiter an 28 Standorten.

(Bild: Hülpert)

Unter dem Titel „Westfälsiche Automobilhandelsgesellschaft“ planen die Unternehmensgruppen Hülpert aus Dortmund und Knubel aus Münster die Zusammenlegung ihres operativen Geschäfts mit Volkswagen-Fabrikaten. Dies hat die Hülpert-Gruppe am Montag in einer Presseerklärung bekannt gegeben. Gesellschafter und und Geschäftsführung beider Unternehmen haben demnach eine gleichlautende Absichtserklärung unterzeichnet.

Michael Sprenger, Geschäftsführer der Hülpert-Gruppe, bestätigte der Redaktion den Beginn der Sondierungsgespräche, wollte sich aber zunächst nicht zu den Beweggründen des Projektes äußern. Man habe sich dazu entschieden, die Zusammenführung frühzeitig anzukündigen, um entsprechenden Gerüchten vorzubeugen. Über die Modalitäten würden sich die Vertragspartner in den kommenden Wochen verständigen. Bis Ende des Jahres wolle man die notwendigen Voraussetzungen zur Zusammenführung geschaffen haben.

Neue Gruppe kratzt an der VW-Partner-Top-Ten

Mit der Fusion entstünde eine Handelsgruppe, die gemessen am Absatzvolumen unter die Top-Ten der stärksten Vertriebspartner des Wolfsburger Autobauers aufsteigen könnte. Die Hülpert-Gruppe beschäftigt aktuell 920 Mitarbeiter an 14 Standorten und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von 467 Millionen Euro. 2016 vermarktete Hülpert knapp 16.000 Neu- und Gebrauchtwagen. Bereits in den letzten Jahren war das Unternehmen regional auf Expansionskurs, um eine höhere Marktdurchdringung zu erreichen.

Für die Knubel-Gruppe arbeiten derzeit rund 400 Mitarbeiter an ebenfalls 14 Standorten, vornehmlich im Münsterland. Zu den zuletzt erzielten Jahresumsätzen beziehungsweise dem Absatzvolumen gibt es allerdings keine aktuellen Zahlen.

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