Betriebsübernahme „Das wird auch nicht meine letzte Firma sein, die ich kaufe“

Von Jakob Schreiner 4 min Lesedauer

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Als wir Markus Lindner 2024 kurz nach der Übernahme einer freien Werkstatt in Veitshöchheim trafen, klang dieser Satz wie eine selbstbewusste Ankündigung. Er hat Wort gehalten – und jetzt einen VW-Vertragspartner übernommen.

Markus Lindner (l.) übernahm zum Jahresanfang das Autohaus Lutz von Gründersohn Peter Lutz.(Bild:  Markus Lindner)
Markus Lindner (l.) übernahm zum Jahresanfang das Autohaus Lutz von Gründersohn Peter Lutz.
(Bild: Markus Lindner)

Als wir uns im Juni 2024 mit Markus Lindner unterhielten – gerade frisch gebackener Inhaber seines zweiten Standorts in Veitshöchheim –, sagte der damals 34-Jährige einen bemerkenswerten Satz: „Das wird auch nicht meine letzte Firma sein, die ich kaufe.“ Er sollte recht behalten. Zum 1. Januar 2026 übernahm Lindner das Autohaus Lutz im unterfränkischen Volkach und betritt damit als freier Werkstattunternehmer und der VW-Servicepartnerschaft bewusst Neuland. Wer Lindner einmal erlebt hat, weiß: Langeweile ist bei ihm strukturell ausgeschlossen. Er ist Kfz-Meister, Kfz-Sachverständiger, Techniker, Dozent an der Handwerkskammer, Kreisbrandmeister im Landkreis Würzburg, Rettungssanitäter – und nebenbei noch Vater, Hundehalter und Bootsfahrer. Den Anstoß für die Übernahme gab ihm trotzdem ausgerechnet Routine. „Mir ist 2025 ehrlich gesagt fast ein bisschen langweilig geworden“, sagt er und lacht – meint es aber gleichzeitig ernst. Die Prozesse am zweiten Standort von „Lindners Boxenstopp“ liefen, das Team stand, die Strukturen saßen. Zeit für eine Herausforderung, dachte er sich also.

Eine weitere freie Werkstatt zu übernehmen, wäre für ihn keine Option gewesen. „Das hatte keinen Anspruch“, sagt er selbstbewusst. Der Reiz lag im Gegenteil: Ein Vertragspartner sollte es werden. Im März 2025 stieß Lindner über die Betriebsbörse der Handwerkskammer auf das Autohaus Lutz in Volkach und sprach noch im selben Monat das erste Mal mit dem Vorbesitzer. Die Marke VW passte perfekt – Lindner hat bei VW gelernt und wusste so im Groben, was auf ihn zukommen würde.