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Autohaus Peter wächst in Sachsen-Anhalt

| Autor: Martin Achter

Die Übernahme ist vollzogen: Zum Monatswechsel erweiterte die Autohausgruppe Peter ihr Standortnetz auf 24 Betriebe. Das Unternehmen führt künftig die ostdeutschen Aktivitäten des Mercedes-Benz-Händlers Beresa.

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Die Autohausgruppe Peter hat die Übernahme der ostdeutschen Standorte von Beresa am Donnerstag mit einem Festakt begangen.
Die Autohausgruppe Peter hat die Übernahme der ostdeutschen Standorte von Beresa am Donnerstag mit einem Festakt begangen.
(Bild: Achter / »kfz-betrieb«)

Die Autohausgruppe Peter vollzieht zum Monatswechsel die Übernahme der ostdeutschen Standorte des Mercedes-Benz-Händlers Beresa mit Hauptsitz in Münster. Sein Unternehmen müsse wachsen, da es heute „als Händler erforderlich sei, eine Mindestgröße zu haben, um Bestehen zu können“, sagte Geschäftsführer Helmut Peter am Donnerstagabend bei einem Festakt im sachsen-anhaltischen Dessau. Die Standorte der bisherigen Beresa Autozentrum Anhalt GmbH firmieren demnach künftig unter Peter Autozentrum Anhalt.

Mit der Übernahme wächst die Autohausgruppe Peter von 20 auf 24 Standorte und gewinnt 110 Mitarbeiter hinzu. Unter Peter Autozentrum Anhalt sind Standorte in Dessau, Bernburg und Zerbst zusammengefasst. Außerdem gehen an die Peter-Gruppe die Vertriebsrechte der Autohaus Moll GmbH in Lutherstadt Wittenberg über.

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Das Autohaus Peter beschäftigt insgesamt rund 700 Mitarbeiter, davon 124 Auszubildende. Das Unternehmen vertritt die Marken Mercedes-Benz, Smart, Opel, Peugeot, Skoda, Mitsubishi, Suzuki und Jeep.

Die Beresa-Gruppe verkauft ihre ostdeutschen Betriebe, weil sie sich nach eigenen Angaben auf die Vertriebsaktivitäten in ihrer Kernregion Münsterland/Bielefeld konzentrieren will. Robert Rademacher, ehemaliger ZDK-Präsident und Beiratsvorsitzender der Beresa, betonte, dass die Abspaltung der Standorte in Sachsen-Anhalt wichtig sei, um das Wachstum der Gruppe in den westdeutschen Bundesländern voranzutreiben: „Man trennt sich nicht ohne Weiteres von einem gesunden Teil des Unternehmens.“

Rademacher verdeutlichte die Auswahlkriterien auf der Suche nach einem Käufer für die Standorte. „Wir wollten keinen Investoren, sondern einen Unternehmer mit Sozialkompetenz.“ Diese Zielsetzung sei mit Helmut Peter verwirklicht worden. Zu den Konditionen der Übernahme machte Rademacher keine Angaben. Jedoch sei bei der Geschäftsübergabe „ein befriedigendes Ergebnis für beide Seiten erzielt“ worden.

Unter den Ehrengästen des Festakts anlässlich der Übernahme war auch Carsten Oder, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Mercedes-Benz Cars Vertrieb Deutschland und Leiter Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland. Oder betonte, dass die Marke auch in Zukunft auf die Zusammenarbeit mit Händlerpartner vor Ort setze, obwohl sie erste Gehversuche in Sachen Online-Direktvertrieb unternehme: „Die Idee ist nicht, dass wir das Geschäft an den Händlern vorbei machen“, sagte Oder. Der Automobilhandel habe seine beste Zeit noch vor sich. „Autos werden künftig viel erklärungsbedürftiger werden.“

Dieter Althaus, ehemaliger Ministerpräsident Thüringens und beim Zulieferer Magna Vice President Governmental Affairs, bezeichnete die Übernahme der Mercedes-Benz-Standorte als „wesentliche Weichenstellung“ für die Peter-Gruppe. Das Autohaus Peter hat seinen Hauptsitz im thüringischen Nordhausen. Thomas Peckruhn, Präsident des Landesverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes Sachsen-Anhalt, lobte die Peter-Gruppe als „Leuchtturm in der Branche“.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«