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Autohaus Schönauen: Grundsolide Qualität

| Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Immer nur das Beste – bereits mit dem Firmenslogan hängt das Wuppertaler Autohaus Schönauen die Messlatte ganz schön hoch. Die Voraussetzungen sind gut, die beiden Chefs haben das Handwerk von der Pike auf gelernt.

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Die ruhig gestaltete Fassade transportiert unaufdringlich den Qualitätsgedanken des Hauses.
Die ruhig gestaltete Fassade transportiert unaufdringlich den Qualitätsgedanken des Hauses.
(Bild: Holz / »kfz-betrieb«)

Entscheidend für den Erfolg eines Autohauses ist eine verkehrsgünstige Lage, gut einsehbar an einer Hauptverkehrsstraße. So lautet eine der gängigen Prämissen bei der Planung neuer Autohäuser. Doch es geht auch anders, wie das Mercedes-Autohaus Schönauen eindrucksvoll beweist. Der autorisierte Mercedes-Fachbetrieb für Verkauf und Service liegt an einem Hang direkt unter der Autobahn, allerdings kilometerweit von der nächsten Ausfahrt entfernt in einem verkehrsberuhigten Wohngebiet der langgezogenen Stadt Wuppertal.

Der Standort wird trotz der Lage an einer Anliegerstraße von den Kunden gut angenommen. Bei Schönauen setzt man weniger auf Showeffekte denn auf ausführliche Beratung – und auf die jahrzehntelange Kompetenz der Werkstattmitarbeiter. „Zuverlässigkeit, Leistung und Beständigkeit, das zählt bei den Kunden“, ist sich Alfons Schönauen sicher.

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Der Betriebsinhaber ist Kfz-Meister; er hat seine Ausbildung bei Mercedes absolviert und danach bereits ein Mercedes-Autohaus geleitet. Im April 1984 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete eine freie Werkstatt in Kaarst bei Düsseldorf. Schon nach kurzer Zeit reifte in ihm der Entschluss, sich einer Marke anzuschließen, denn er erkannte damals bereits die zunehmende Komplexität der Bordelektroniken.

So wandte er sich auf der IAA in Frankfurt an den Netzverantwortlichen von Mercedes. Bereits drei Monate später war es soweit: Schönauen übernahm den seit den Dreißigern bestehenden Mercedes-Betrieb von Erika Weidel. Sie verkaufte das Autohaus, das sie nach dem frühen Tod ihres Mannes jahrzehntelang selbst geleitet hatte, aus Altersgründen.

Permanente Erweiterungen

„Wir haben den Betrieb ohne Ausstellungshalle und technisch auf dem Stand der Sechzigerjahre übernommen und sind seither mit Sand und Zement vertraut“, erinnert sich der Geschäftsführer. Letztes Bauvorhaben waren der Neubau der Werkstatt und die Renovierung und Umgestaltung der Altgebäude. Der Bau war kein leichtes Unterfangen, der felsige Hang gestaltete den Erdbau recht mühsam. Heraus kamen ein schmuckes Werkstattgebäude mit großen Fenstern und eine Geländewagenteststrecke am steilen Hang.

Die Werkstatt hat 25 Arbeitsplätze, 19 davon mit Hebebühne, sowie drei vollwertige Karosseriearbeitsplätze. Dies mag für 17 Produktivkräfte inklusive Auszubildende auf den ersten Blick überdimensioniert erscheinen. Doch Alfons Schönauen ist Praktiker und hat kühl kalkuliert. „Durch die Ausstattungsvielfalt kommt es immer wieder zu Stillständen wegen fehlender Teile; wir müssen kein Auto mühselig ins Freie schieben und dabei eventuell noch den Boden mit Öl verschmutzen.“ Die Extrabühnen hätten den Bau nur unwesentlich verteuert, hielten den Betrieb aber jederzeit flexibel – besonders wenn im Bergischen Land öfter ein plötzlicher Wintereinbruch die Kunden scharenweise in die Werkstatt treibt. „Auch die Lehrlingsausbildung profitiert davon: Wir können einen Azubi auch mal was machen lassen“, erklärt der gelernte Kfz-Meister seine Beweggründe.

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