Autopromotec: Alles für die Werkstatt 4.0

Italienische Leitmesse zeigt Reparaturtrends

| Autor: Ottmar Holz

„Quattropuntozero“: die Schlüsselzahl 4.0 der Digitalisierung war auch auf der Autopromotec allgegenwärtig.
„Quattropuntozero“: die Schlüsselzahl 4.0 der Digitalisierung war auch auf der Autopromotec allgegenwärtig. (Bild: Holz / »kfz-betrieb«)

Der Dieselmotor ist ein europäisches Phänomen – im Rest der Welt spielt er keine Rolle. Diese Erkenntnis und viele weitere statistische Eigenheiten europäischer und internationaler Märkte präsentierten die Experten des weltweit agierenden Marktforschungsinstituts Gipa auf der internationalen Pressekonferenz der Autopromotec. Der Blick über den nationalen (speziell deutschen) Tellerrand hilft den Teilnehmern des automobilen Aftermarkts dabei, wegweisende Investitionsentscheidungen zu treffen. Die italienische Leitmesse bot den 113.616 Fachbesuchern – davon 23.555 aus dem Ausland – viele weitere Information und Schulungen im Rahmen der insgesamt 93 begleitenden Veranstaltungen.

Einer der Höhepunkte war die ausgebuchte Multimediashow „Officina 4.0: Proof of concept“. 1.460 Besucher sahen den virtuellen Machbarkeitsbeweis der Arbeits- und Serviceabläufe in der Werkstatt von morgen, in den umliegenden Hallen zeigten die 1.651 Aussteller – davon 42 aus Deutschland – was davon bereits jetzt den Weg in die Werkstattpraxis finden kann.

Präsentationsplattform Messe

Neben dem Rahmenprogramm aus zukunftsorientierten Workshops und Informationsveranstaltungen ist die Autopromotec in erster Linie die Leitmesse des italienischen Werkstattausrüstungsmarkes. Sie bildet mit der Vielzahl von Ausstellern in thematisch stringent gegliederten Ausstellungsbereichen den gesamten Aftermarket ab – von A wie Autoreifen über E wie Ersatzteile bis Z wie Zylinderkopfbearbeitungsmaschinen.

Der italienische Werkstattausrüster Nexion gab auf der Messe die Gründung eines Joint Ventures seiner Marke Corghi mit dem chinesischen Bright-Technology-Konzern bekannt. Das neue Unternehmen wird von Corghi geführt; der Zusammenschluss soll die führende Marktposition der Nexiongruppe festigen und durch Synergieeffekte bei beiden Partnern die Expansion in neue Märkte sichern.

Der Filtrationsspezialist Ufi Filters hat seinen Katalogauftritt neu geordnet. Neben einer kompletten graphischen Neugestaltung der Optik finden auch 472 neue Referenzen Eingang in die Angebotsübersichten. Eine Schlüsselposition hat UFI laut eigenen Angaben bei 250 OE-Filtern inne, hier darf UFI im Zuge eines Co-Brandings das eigene Firmenlogo neben das des Fahrzeugherstellers setzen.

Auch deutsche Unternehmen wählen die Autopromotec für die Markteinführung ihrer neuen Produkte: Haweka stellte eine neue Universalzentrierung für Wuchtmaschinen vor, und die Boschtochter Robinair zeigte eine neue Baureihe von Klimaanlagenservicestationen.

Blitz-Rotary präsentierte eine ganze Reihe neuer Produkte rund um das Heben von Fahrzeugen vom Smart bis zum Sprinter und der schweren Klasse.

Am Stand der Hermann AG aus Pösing lag der Focus auf der Unterflurtechnik. Die neue Doppelgelenk-Aufnahme kommt erstmals an der „Multiarm Lift 2.40“ zum Einsatz. Dank eines zweiten Gelenks in jedem der vier Teleskoptragarme vergrößert sich der Aufnahmebereich im Vergleich zu Standardtragarmen. Dadurch kann der Anwender die Tragteller leichter unter den fahrzeugseitigen Aufnahmepunkten positionieren. Das Pösinger Unternehmen verwendet breite anstatt hoher Tragarmprofile, dadurch beträgt die minimale Einschwenkhöhe nur 96 Millimeter – genau wie bei den Standard-Bühnen. So kann der Anwender kompakte Kleinwagen und große Transporter mit nur einer Bühne anheben.

Auch wer Neues und Bewährtes aus den Bereichen Karosserieeinstandsetzung, Handwerkzeuge oder Druckluftversorgung und Waschtechnik suchte – die Messe in Bologna bot in allen Bereichen einen repräsentativen Marktüberblick.

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