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Autoscout 24 ermittelt zufriedene Nfz-Händler

Autor: Stephan Richter

Die Nutzfahrzeughändler in Deutschland erwarten für die zweite Jahreshälfte einen verhaltenen Absatz und stabile Margen.

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Alberto Sanz de Lama (li.), Geschäftsführer Autoscout 24, und Philipp Schwenke, Autoscout 24 Trucks, stellten das erste Autoscout-24-Trucks-Konjunkturbarometer vor.
Alberto Sanz de Lama (li.), Geschäftsführer Autoscout 24, und Philipp Schwenke, Autoscout 24 Trucks, stellten das erste Autoscout-24-Trucks-Konjunkturbarometer vor.
(Foto: Richter)

Die Gebraucht-Nutzfahrzeug-Händler in Deutschland sind mit den vergangenen Monaten sowie dem aktuellen Auftragseingang zufrieden. Über den Fahrzeugabsatz im nächsten halben Jahr äußern sie sich allerdings etwas verhaltener. Das sind die Ergebnisse des ersten Konjunkturbarometers von Autoscout 24 Trucks.

49 Prozent der 300 befragten Nutzfahrzeughändler gaben der zweiten Jahreshälfte 2012 gute Noten, 15 Prozent sprachen eine neutrale Wertung aus und 36 Prozent waren unzufrieden mit dem Geschäftsverlauf. Die Werte für den Auftragseingang liegen etwas höher: 57 Prozent liegen im grünen Bereich und jeweils 21 Prozent entfallen auf neutral bis unzufrieden.

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Flaute geht am Gebrauchtwagenmarkt vorbei

„Es herrscht immer noch eine gewisse Unsicherheit im Markt: Einerseits leidet das Neufahrzeuggeschäft 2013 noch unter der europäischen Wirtschaftsflaute. Andererseits entwickelt sich der Gebrauchtmarkt weiter positiv. Die Dienstleistung Transport ist nach wie vor gefragt“, sagt Philipp Schwenke, Head of Autoscout 24 Trucks.

Gute Servicenetze sind Verkaufsargument

Autoscout 24 hat im Frühjahr 2013 jeweils 150 markengebundene wie Freie Händler zu ihrem Nutzfahrzeuggeschäft befragt. „Auffällig ist, dass die Freien Händler deutlich mehr Fahrzeuge ins Ausland verkaufen als ihre markengebundenen Kollegen. Dabei haben die Markenhändler mit den weltweiten Servicenetzen ihrer Hersteller ein gutes Argument, um ihre Nutzfahrzeuge auch international zu verkaufen. Hier ist noch viel Potenzial vorhanden“, sagt Schwenke.

Unternehmen weitet Marketing aus

Das Unternehmen nimmt zudem wahr, dass inzwischen nicht mehr nur Osteuropa und die GUS-Staaten gebrauchte Qualitäts-Nutzfahrzeuge kaufen, sondern auch aufstrebende afrikanische Staaten. „Wir werden uns dieser Trends annehmen und in den Märkten unsere Marketingmaßnahmen ausweiten, um unseren Händlern weitere Nachfrage zu generieren“, sagt Schwenke. Aktuell habe das Unternehmen Werbeaktivitäten in fünf neuen Ländern in Westafrika gestartet. Insgesamt verkauft der Handel in Deutschland 45 Prozent seines Bestands ins Ausland. Die interessantesten Länder hierfür seien Polen (42 Prozent), Russland (37 Prozent) und die Ukraine (19 Prozent).

Sein zweites Konjunkturbarometer möchte Autoscout 24 Trucks im August dieses Jahres veröffentlichen und sich dabei mit 2013 sowie der ersten Jahreshälfte 2014 befassen. Lesen Sie ein ausführliches Interview mit Philipp Schwenke in »kfz-betrieb«-Ausgabe 26.

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