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Autoscout-24-Verkauf: Deal könnte „kurzfristig“ abgeschlossen werden

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Scout 24 befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen mit mehreren Bietern einschließlich des Finanzinvestors Hellman & Friedman über den Verkauf seiner Autobörse. Wie der Portalbetreiber bestätigte, könnte der Verkauf möglicherweise schnell über die Bühne gehen.

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(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Der Internetportal-Betreiber Scout 24 steuert auf den milliardenschweren Verkauf seiner Onlinebörse Autoscout 24 zu. Man befinde sich in fortgeschrittenen Verhandlungen mit mehreren Bietern einschließlich des Finanzinvestors Hellman & Friedman, teilte Scout 24 am Montag mit. Damit bestätigte das Unternehmen einen Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“. Zudem: Der von dem Investor gebotene Preis liege „erheblich“ über den in der Berichterstattung genannten 2,5 Milliarden Euro, betonte Scout 24.

Nach Angaben von Scout 24 könnte der Deal möglicherweise „kurzfristig“ abgeschlossen werden. Allerdings hätten bislang weder Vorstand noch Aufsichtsrat ihre Zustimmung erteilt.

Hellman & Friedman hatte den Portalbetreiber erst vor gut vier Jahren an die Börse gebracht. Im Februar wollte er die Gesellschaft wieder zurückkaufen. Sein zusammen mit dem Finanzinvestor Blackstone vorgelegtes Übernahmeangebot für das gesamte Unternehmen scheiterte an der fehlenden Bereitschaft der Aktionäre – obwohl der Scout-24-Vorstand es unterstützte.

Anfang Juni erhöhte der aktivistische Investor Paul Singer mit seinem Hedgefonds Elliott seine Anteile an dem Konzern. Er forderte Scout 24 auf, das Portal für den Autohandel zu verkaufen und sich auf Immobilienscout 24 zu konzentrieren. Für das Autoportal interessierten sich laut Medienberichten zuletzt auch andere Finanzinvestoren sowie der australische Online-Marktplatz Carsales.com.

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