Berufsbekleidung: PS, Motoren und ein Team

Autor: Steffen Dominsky

Der klassische Blaumann hat in der Werkstatt weitgehend ausgedient. Mittlerweile ist Berufskleidung Imagefaktor und Teambuilding-Instrument. Das haben sowohl große Autohäuser als auch inhabergeführte Kleinwerkstätten verstanden, weiß der Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Textil Service e.V.

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Berufsbekleidung erfüllt heute viele Aufgaben – auch solche im Sinne des Marketings und Teambuildings.
Berufsbekleidung erfüllt heute viele Aufgaben – auch solche im Sinne des Marketings und Teambuildings.
(Bild: DBL)

Kommt man heute in eine moderne Werkstatt, erkennt man Meister, Mechatroniker/Mechaniker auf einen Blick, nämlich an der einheitlichen professionellen Berufskleidung. „Das Thema Bekleidung im Job hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt“, erklärt Dr. Andreas Marek, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Textil Service e.V. (Wirtex). Arbeitsplatzgerechte Berufskleidung ist nicht nur wichtiger Bestandteil der umgesetzten Arbeitsplatzanalyse zur Prävention und Gefahrenabwehr, sondern zunehmend wichtiger Imagefaktor für die Betriebe. Was große Ketten vorgemacht haben, setzt heute das Gros der Betriebe um. Berufskleidung ist intern eine teamfördernde Maßnahme und extern ein visuelles Serviceversprechen.

Der Kontakt mit Ölen, Fetten und Reinigungsmittel ist Alltag, zudem muss die Kleidung viel Bewegung erlauben, damit sie nicht einschränkt. Darüber hinaus braucht man Platz für die wichtigsten Arbeitsutensilien. „Wir wissen natürlich, dass diese Berufskleidungsattribute schon immer relevant waren“, so Marek, Doch wie sehr der einheitliche Teamauftritt auch die Kundenbindung fördert, setzt sich merklich seit circa zehn Jahren durch. Wolfgang Quednau, Sprecher der Expertengruppe FNTU (Forschung, Normierung, Technik und Umwelt) vom Wirtex, erklärt: „Heute haben wir multifunktionelle Berufskleidung, optimal auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt. Das führt zur großer Trageakzeptanz und letztlich auch zur Identifikation mit dem Unternehmen. Will man Loyalität zur Firma, braucht es die Identifikation.“

Der erste Eindruck zählt

Längst weiß man aus zahlreichen Studien und Forschungen, dass Mitarbeiter effizienter, belastbarer und motivierter sind, wenn sie sich einem Team zugehörig fühlen. Der Kunde nimmt das Team bzw. die Mitarbeiter zunächst visuell wahr und entscheidet unbewusst in Sekundenschnelle: Professioneller Auftritt steht für gute Arbeit, Vertrauen und Service. Ein ungepflegter Auftritt schürt Misstrauen. „Werkstätten und Betriebe sind also sehr bemüht, vertrauensschaffende Maßnahmen zur Kundenbindung zur etablieren. Treten Mitarbeiter in einheitlicher Berufskleidung auf, werden sie vom Kunden als kompetenter wahrgenommen. Das bestätigt auch die Studie der European Textile Association (ETSA)“, so Quednau. Das heißt: eine Kleidung, ein Team, ein Kompetenzbetrieb. Firmenfarben, Logoaufdruck und Namenseinstickung sind deshalb heute Bestandteile unternehmerischen Marketings.

Die richtige Auswahl der Kleidung ist dabei nur der erste Schritt. Die Textildiensleister argumentieren: Soll der Teamauftritt langfristig professionell bleiben, braucht es einen Profi, der sich des Themas Ausstattung Team, Wäsche, Pflege, Größenänderung, Zusatzbedarf und Logistik, etc. annimmt. Dieser regelt die gesamte Logistik und garantiert die stets einsatzfähige, saubere und jederzeit sichere Kleidung. Das Leasen von Berufskleidung lohnt sich bereits für den familiären „Drei-Mann-Betrieb“, rechnen die Dienstleister vor. „Will man mit der textilen Visitenkarte des Betriebes alle relevanten Faktoren wie modernes Design, hohe Qualität und fachgerechte Pflege umsetzen, führt kein intelligenter Weg an einer Leasing-Lösung vorbei“, ist Andreas Marek überzeugt.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group