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BHG übernimmt drei Heusel-Standorte

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Die schwäbische Autohausgruppe Heusel wird aufgeteilt. Drei Standorte mit Marken aus dem VW-Konzern übernimmt der Branchenriese BHG. Der Rest (Mercedes-Benz, Smart und Heusel Classic) verbleibt im Familienbesitz.

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Gehört ab Juli 2019 zur BHG-Gruppe: das Audi-Zentrum Reutlingen.
Gehört ab Juli 2019 zur BHG-Gruppe: das Audi-Zentrum Reutlingen.
(Bild: Audi Zentrum Reutlingen)

Die BHG Autohandelsgesellschaft will drei Standorte des Autohauses Heusel übernehmen. Zum 1. Juli 2019 wird die BHG, sofern das Bundeskartellamt zustimmt, das Audi-Zentrum in Reutlingen sowie die Autohäuser Heusel in Reutlingen (Seat) und Metzingen (Volkswagen) in ihre Gruppe integrieren.

„Dass wir mit den drei Betrieben des Autohauses Heusel unsere Präsenz im Raum Reutlingen, wo wir 2011 schon das Autohaus ‚Max und Moritz‘ und 2015 das Pfullinger Autohaus Schänzlin übernommen haben, weiter ausbauen können, freut uns besonders“, sagt BHG-Geschäftsführer Alexander Kramer.

Neu zum Portfolio der BHG wird durch das Geschäft mit Heusel dann die Marke Seat gehören. „Wir können nun unseren Kunden mit nahezu allen Marken des VW-Konzerns dienen“, so Krämer weiter. Die Marke biete nicht nur neue Möglichkeiten für Privatkunden, sondern eröffne auch Perspektiven im Firmen- und Großkundengeschäft.

Die BHG vertreibt seit 2010 Fahrzeuge der Marken Audi, VW und VW Nutzfahrzeuge, 2011 kam Skoda hinzu. Vertreten ist das Autohaus an den Standorten in Reutlingen, Pfullingen, Freiburg, Balingen, Albstadt, Rottweil, Bopfingen und Freudenstadt. Erst jüngst hatte die BHG einen Mehrmarkenstandort eröffnet.

Die BHG ist eine 100-Prozent-Tochter der AHG-Gruppe mit Sitz in Horb am Neckar. Diese gehörte im vergangenen Jahr mit knapp 31.000 verkauften Fahrzeugen und einem Umsatz von rund 747 Millionen Euro zu Deutschlands größten Autohäusern.

Trend geht zu großen Autohandelsgruppen

„Aufgrund der Anforderungen der nächsten Jahre war dieser Schritt richtig und wichtig“, kommentiert Harald Stuis, Geschäftsführer der Heusel-Standorte, die Entscheidung, die Volkswagen-Betriebe in die BGH zu integrieren. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung herrsche die Notwendigkeit zur Optimierung von Prozessen im Tagesgeschäft. Synergien müssten konsequent genutzt werden. Alle Facetten des modernen Autohandelsgeschäfts in Eigenregie zu bestreiten, brächten einzelne Autohäuser immer mehr ans Limit ihrer Möglichkeiten. Und nicht zuletzt gehe der Trend hin zu großen Autohandelsgruppen – auch von den Herstellern aus.

Die Betriebe des Autohauses Heusel werden seit dem unerwarteten Tod des damals 57-jährigen Bernd Heusel vor zwei Jahren von Geschäftsführer Harald Stuis geleitet. Heusel, der sich jahrelang als Obermeister in der Kfz-Innung und als Vizepräsident im Landesverband Baden-Württemberg engagierte, war seit 1994 für die Autohausgruppe verantwortlich. Gegründet hatte das Unternehmen sein Vater Erwin Heusel 1946.

Die Absicht der Familie Heusel, die Betriebe im Sinne Bernd Heusels selbständig weiter zu betreiben, hat sich jedoch aufgrund aktueller Strategieentwicklungen in der Automobilbranche in eine andere Richtung gewendet. Die Auto Heusel GmbH & Co.KG in Metzingen (Mercedes-Benz, Smart und Heusel Classic) bleibt weiterhin in Familienbesitz und wird von Beate Frey und Axel Biedermann unabhängig geleitet.

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