BIX: Schlechte Werkstattauslastung drückt auf die Stimmung

Branchenindex September 2019

| Autor: Jakob Schreiner

Die ein oder andere Hebebühne blieb im September leer.
Die ein oder andere Hebebühne blieb im September leer. (Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Die schwächer ausgelasteten Werkstätten in den Kfz-Betrieben drücken auf die Stimmung, die monatlich durch eine Befragung ermittelt wird. Im letzten Befragungszeitraum September fiel die Stimmungskurve sowohl bei den markengebundenen wie bei den freien Betrieben, wie der Branchenindex der Redaktion »kfz-betrieb« und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) zeigt.

Der Indexwert für den September fiel unter den markengebundenen Betrieben von 101 auf 98 und unter den freien Werkstätten von 102 auf 100 Punkte. Die Ursache dahinter: Insbesondere die freien Werkstätten verzeichneten im vergangenen Befragungszeitraum einen Rückgang der Werkstattauslastung gegenüber dem Vorjahresmonat von 84,1 auf 77,3 Prozent. In den Vertragswerkstätten verlief die Entwicklung etwas milder – die Auslastungsquote sank um fünf Prozentpunkte auf 83,8 Prozent.

Zugleich kommen die Befragten zu einer insgesamt schlechteren Beurteilung der eigenen wirtschaftlichen Lage. Gemäß dem Schulnoten-System schätzten die Markenhäuser ihre Situation mit einer 2,5 und die freien Servicebetriebe mit einer 2,3 ein. Im Vormonat vergaben sie eine 2,2 bzw. 2,1. Zudem fielen bei 38 Prozent der Vertragshändler die Umsätze aus dem Neuwagengeschäft niedriger aus als im Vorjahreszeitraum. Etwa jeder Fünfte verbuchte auch im Handel mit den Gebrauchten niedrigere Umsätze. Immerhin konnten sich noch 44 Prozent der freien Betriebe und die Hälfte der Markenbetriebe trotz der gesunkenen Werkstattauslastung über gestiegene Werkstattumsätze freuen.

Das hat wohl verhindert, dass sich die Stimmung noch weiter verschlechtert hat. Den Prognosen der Befragten zufolge dürfte sich an der eher durchwachsenen Lage in den drei Geschäftsfeldern derzeit wenig ändern. Unter den freien Betrieben vermeldete ein Drittel gestiegene Serviceumsätze, bei knapp 44 Prozent waren sie auf Vorjahresniveau.

Dieser Anteil soll im Folgemonat auf 63 Prozent steigen. Dafür erwarten dann nur noch 13 Prozent sinkende und 24 Prozent steigende Umsätze. Weitere Ergebnisse der monatlichen Branchenindexbefragungen finden Sie im Online-Archiv.

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