BMW baut Brennstoffzellen-Hybrid

Redakteur: Bernd Otterbach

Unter der Karosserie eines 1ers kombinieren BMW-Entwickler derzeit einen Vierzylinder-Ottomotor, eine Brennstoffzelle und Hochleistungskondensatoren zu einem neuartigen Hybridantrieb.

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Unter der Karosserie eines 1ers kombinieren BMW-Entwickler derzeit einen Vierzylinder-Ottomotor, eine Brennstoffzelle und Hochleistungskondensatoren zu einem neuartigen Hybridantrieb. Die Brennstoffzelle ist eine Weiterentwicklung der Auxiliary Power Unit (APU), die man bislang in Forschungsfahrzeugen zur Erzeugung von Bordstrom genutzt hat.

Als Zwischenspeicher für den Strom aus der Brennstoffzelle kommen Kondensatoren zum Einsatz. Sie decken Leistungsspitzen beim Beschleunigen ab und nehmen auch die beim Bremsen zurückgewonnene Energie auf.

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Im Stadtverkehr wird der BMW rein elektrisch bewegt. Der dazu nötige 112 PS starke E-Motor sitzt an der Hinterachse. Bei höheren Geschwindigkeiten treibt ein 120 PS leistender Verbrennungsmotor die Vorderräder an.

Kleine Brennstoffzelle

Durch die Auslegung auf den Stadtverkehr konnte die Brennstoffzelle relativ klein ausfallen. Sie sitzt im Motorraum neben dem Vierzylinder. Der zugehörige Wasserstofftank fand neben dem verkleinerten Benzintank Platz. Die Kondensatoren wurden anstelle eines herkömmlichen Antriebsstrangs im Mitteltunnel untergebracht. Dadurch bleibt der Innenraum des 1ers ohne Einschränkungen nutzbar.

Die neue Hybrid-Kombination ermöglicht eine emissionsfreie Reichweite von mehreren hundert Kilometern im Stadtverkehr und ist in wenigen Minuten aufgetankt. Mit dem Brennstoffzellenhybrid geht BMW einen für das Unternehmen neuen Weg. Bislang setzte man den Energieträger Wasserstoff als Treibstoff für konventionelle Verbrennungsmotoren ein.

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