BMW-Händlerverband verteidigt Preissystem

Autor Stephan Richter

Die BMW-Handelsorganisation klagt über das neue Bonus-System des Herstellers. In einem Pressegespräch erläuterte der Vorstand des BMW-Händlerverbands die Vorteile der variablen Mechanik.

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Verbandspräsident Michael Fritze ist seit Ende 2013 im Amt.
Verbandspräsident Michael Fritze ist seit Ende 2013 im Amt.
(Foto: Richter)

1,5 Prozent durchschnittliche Mindestrendite sollte eine Premiummarke wie BMW seiner Handelsorganisation schon einbringen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der BMW-Händlerverband (VDB) derzeit in Gesprächen mit dem Hersteller. Über deren bisherige Ergebnisse informierten Verbands-Präsident Michael Fritze sowie die beiden Vizepräsidenten Rolf Heinzelmann und Peter Reisacher am Donnerstag während eines Pressegesprächs in München.

Demnach haben Händlerverband und Hersteller gemeinsam ein strategisches Zehn-Punkte-Programm definiert, das sie dieses Jahr umsetzen wollen. In diesen Prozess wird der VDB viele seiner Mitglieder einbeziehen. „Wir haben dem Hersteller deutlich gemacht, dass wir früh in Überlegungen eingebunden werden wollen, um nicht erst davon zu erfahren, wenn sie schon feststehen“, sagte Fritze. BMW-Vertriebsleiter Roland Krüger habe diesen Wunsch begrüßt.

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Mechanik der Bonuszahlungen

Seit diesem Jahr rechnet BMW die Bonuszahlungen für den Retail quartalsweise ab. Dadurch liegt der Fokus auf der Zielerreichung auch unterjährig – weshalb die Gefahr steigt, dass die Belastung der Transaktionspreise steigt. Der Vorstand habe daher seine Mitglieder bei einer Händlertagung Mitte März in Neu-Isenburg über die Mechanik des Systems informiert. „Jeder Händler kann das vorherige Quartal mit dem danach wieder ausgleichen und umgekehrt. BMW rechnet nicht scharf ab, sondern verteilt die Werte aus guten Monaten auf die schlechten und zahlt den Bonus nachträglich“, sagte Fritze. Den Vorteil in dieser Regelung sieht Rolf Heinzelmann darin, dass jedes Unternehmen seine Quartale nach deren Ablauf abschließen kann – somit stehen die Zeiträume für sich und die Händler erhalten in den guten Quartalen ihre Zahlungen.

Die BMW-Händler seien gut ins Jahr 2014 gestartet, sagte Verbandsvize Rolf Heinzelmann. Es habe schon Jahre gegeben, in denen die Handelsorganisation nach dem ersten Quartal mehr Sorgen hatte. Es gebe bereits Vorreservierungen für den Sportwagen i8, das Flottengeschäft ziehe an und mit dem familientauglichen Active Tourer erschließe sich BMW ab Sommer eine neue Zielgruppe

Investitionen in E-Mobilität

Nach Einschätzung von Verbandsvize Peter Reisacher wird es mindestens zwei Jahre dauern, bis sich die Investitionen des Handels in die Submarke BMWi amortisiert hätten. Dabei verwies er zugleich darauf, dass die Infrastruktur schon den Rahmen für die kommenden Hybrid-Fahrzeuge biete. Immerhin habe BMW für jede Baureihe mindestens einen Hybrid angekündigt. „Mit gezielten Investitionen in die Elektromobilität stellt sich ein Autohaus letztlich sogar zukunftssicherer auf“, so Reisacher.

Mitte März trafen sich die VDB-Mitglieder zu einer Händlertagung in Neu-Isenburg. An der Veranstaltung nahmen 70 Prozent der BMW-Händler und 58 Prozent der BMW-Servicepartner teil. Die anwesenden Verbandsmitglieder entlasteten Vorstand und Geschäftsführer einstimmig für das Geschäftsjahr 2013. Noch fehlen dem VDB 24 Händler in Deutschland, um seinen Organisationsgrad von 86 auf 100 Prozent zu steigern. Im April möchte der Verband weitere Gespräche mit den ausgetretenen Unternehmen führen. Im Herbst sollen regionale Kamingespräche mit den Mitgliedern folgen.

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