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BMW: Neue Plattform mit Fokus auf batterieelektrische Fahrzeuge

Autor: Andreas Wehner

Anders als beispielsweise Volkswagen beschwört BMW immer wieder die Technologieoffenheit, wenn es um die Antriebe der Zukunft geht. Daran hält der Konzern weiter fest. Eine neue Plattform soll allerdings stärker auf batterieelektrische Autos ausgerichtet sein.

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BMW-Chef Oliver Zipse erklärte am Mittwoch: „Wir rechnen damit, dass ab 2025 die Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen weiter deutlich ansteigen wird.“
BMW-Chef Oliver Zipse erklärte am Mittwoch: „Wir rechnen damit, dass ab 2025 die Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen weiter deutlich ansteigen wird.“
(Bild: BMW)

BMW bringt 2025 eine neue Plattform, die vor allem auf Elektrofahrzeuge ausgerichtet ist. „Wir rechnen damit, dass ab 2025 die Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen weiter deutlich ansteigen wird“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Mittwoch. Dann werde der Autobauer die nächste Phase seiner Transformation hin zu Elektromobilität und Vernetzung zünden. Entsprechende Fahrzeuge sollen ab Mitte des Jahrzehnts im neuen BMW-Werk in Ungarn vom Band laufen.

BMW setzt anders als andere Autobauer auf eine Fahrzeugarchitektur, die flexibel für alle Antriebsarten geeignet ist, um Verbrenner, Plug-in-Hybride und Elektroautos auf der gleichen Produktionslinie herstellen zu können. Diese Entscheidung stammt noch aus der Zeit des in Sachen Elektromobilität zögerlichen Zipse-Vorgängers Harald Krüger, der sich vehement für Technologieoffenheit einsetzte. Allerdings steht diese Strategie intern in der Kritik. Zuletzt hatte sich Betriebsratschef Manfred Schoch öffentlich gegen eine gemeinsame Plattform für alle Antriebsarten ausgesprochen.

Die Konkurrenten Daimler und Volkswagen, aber beispielsweise auch der koreanische Hyundai-Konzern, setzen auf eigene E-Auto-Plattformen. Deren Entwicklung ist zwar zunächst kostenintensiver, erlaubt aber, die Möglichkeiten des batterieelektrischen Antriebs besser auszunutzen. Mit der steigenden Zahl verkaufter Elektrofahrzeuge dürfte auch die Produktion effizienter werden.

Auch Zipse hält an der Technologieoffenheit fest. Bei BMW nennt sich das „Power of Choice“. Die neue Plattform soll allerdings den batterieelektrischen Antrieb stärker im Fokus haben. „In zehn Jahren wollen wir mehr als sieben Millionen elektrifizierte Fahrzeuge der BMW Group auf der Straße haben – davon zwei Drittel vollelektrisch“, sagte Zipse.

Der E-Auto-Absatz ist eine der wesentlichen Stellschrauben zur Erreichung der EU-CO2-Vorgaben, die sich in Zukunft noch verschärfen werden. In diesem Jahr will BMW die geltenden Ziele erreichen. Bislang setzt BMW in Sachen Elektromobilität allerdings vor allem auf Plug-in-Hybride. An batterieelektrischen Modellen hat der Konzern bislang neben dem BMW i3 nur den Mini Cooper SE und den jüngst gestarteten BMW iX3 im Angebot. Im kommenden Jahr starten der BMW i4 und der i-Next, der in der kommenden Woche seine Premiere feiert.

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 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«