Nach Gewinneinbruch 2020 BMW sieht sich wieder im Aufwind

Autor: Andreas Wehner

Rund ein Viertel weniger Geld hat BMW 2020 im Vergleich zum Vorjahr verdient. Nach einem schwachen ersten Halbjahr legte der Autobauer aber einen ordentlichen Schlussspurt hin. Für Optimismus sorgen jetzt nicht nur die anziehenden Verkaufszahlen.

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(Bild: BMW)

BMW hat 2020 weniger Geld verdient als ein Jahr zuvor. Unterm Strich blieben bei dem Münchner Autobauer 3,86 Milliarden Euro in der Kasse – knapp ein ein Viertel weniger als 2019. Allerdings sieht sich der Konzern nach einem vor allem pandemiebedingt schwachen ersten Halbjahr wieder im Aufwind. „Mit vereinten Kräften haben wir die wochenlangen Schließungen unserer Werke und flächendeckenden Lockdowns rasch überwunden“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Donnerstag.

Im vierten Quartal verbuchte der Autobauer einen Überschuss von 1,68 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von fast 20 Prozent im Vergleich zum Schlussquartal 2019 bedeutet. „In das Jahr 2021 gehen wir gestärkt und mit Rückenwind“, sagte Zipse.

Der Pkw-Absatz war 2020 um mehr als 8 Prozent auf 2,33 Millionen Einheiten zurückgegangen – vor allem aufgrund der Einbrüche in Europa und Nordamerika. In China hatten die BMW-Verkäufe dagegen um rund 7 Prozent zugelegt. Der Umsatz sank um 5 Prozent auf auf 98,99 Milliarden Euro. Die für den Konzern wichtige Marge im Automobilgeschäft landete mit 2,7 Prozent letztlich am oberen Ende der Prognose-Spanne.

Sparmaßnahmen wirken

Neben den zuletzt anziehenden Verkäufen trugen allerdings auch Sparbemühungen zum erfolgreichen Jahresendspurt bei. So schraubte BMW die Forschungs- und Entwicklungskosten zurück. Gleichzeitig sanken die Sachinvestitionen. Zudem reduzierte der Autobauer die Zahl der Beschäftigten wie angekündigt um rund 4 Prozent auf 121.000.

„Wir haben unsere Kostensituation verbessert und unsere Fixkosten sowie unsere Investitionen gesenkt. Wir haben damit eine günstige Absprungbasis für ein ertragsstarkes 2021 geschaffen“, sagte BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter.

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«