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BMW verkauft 2018 mehr Autos

Autor: Andreas Wehner

Der Autobauer hat die Verkäufe seiner drei Marken in einem schwierigen Jahr gesteigert. Doch die Situation bleibt im laufenden Jahr angespannt. Viele Unsicherheiten könnten das Geschäft von BMW belasten.

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(Foto: BMW)

BMW hat 2018 mehr Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Insgesamt lieferte der Konzern 2,49 Millionen Fahrzeuge seiner Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus, wie aus einer Twitter-Mitteilung von BMW-Chef Harald Krüger hervorgeht. Das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2017.

Detaillierte Angaben zum Absatz der einzelnen Marken machte der Autobauer bislang nicht. Die Kernmarke BMW fährt jedoch dem Konkurrenten Mercedes bereits seit 2016 hinterher und dürfte auch 2018 hinter den Stuttgartern, aber deutlich vor der VW-Tochter Audi liegen. BMW-Chef Krüger hatte angekündigt, Mercedes spätestens 2020 vom Thron stoßen zu wollen. Rechnet man alle Fabrikate zusammen, liegt der BMW-Konzern mit seinen drei Marken nach eigenen Angaben das 15. Jahr in Folge an der Spitze der Premiumhersteller.

Krüger will Margenziel erreichen

Über die Geschäftszahlen der Münchner ist noch nichts bekannt. Krüger hatte kürzlich in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“ angedeutet, dass BMW die angepeilte Marge von mindestens sieben Prozent im Kerngeschäft erreichen werde. Das war aber bereits ein korrigiertes Ziel. Ursprünglich hatte BMW einen Korridor von acht bis zehn Prozent als Anspruch formuliert, musste die Gewinnprognose allerdings im September aufgrund verschiedener Belastungen senken. Dem „Focus“ gegenüber betonte Krüger jedoch, dass das grundsätzliche Margenziel von acht bis zehn Prozent weiterbestehe. „Aber es hängt an den Rahmenbedingungen, wo wir am Ende landen“, sagte der BMW-Chef.

2018 machte dem Autobauer der Zollstreit zwischen den USA und China ebenso zu schaffen wie die Umstellung auf den Abgas-Prüfzyklus WLTP. Den hatte BMW zwar relativ problemlos über die Bühne gebracht. Da andere Hersteller – allen voran VW und die Tochter Audi – damit jedoch deutlich größere Schwierigkeiten hatten, gewährten sie hohe Rabatte. Das erhöhte wiederum den Druck auch auf BMW. Hinzu kamen ungünstige Wechselkurse und hohe Investitionen.

Experten erwarten auch für 2019 ein schwieriges Umfeld für BMW. Der amerikanisch-chinesische Handelsstreit schwelt weiter, nach Rückrufaktionen stiegen die Kosten für die Qualitätssicherung. Analysten sind daher skeptisch, ob BMW im kommenden Jahr seine Margenziele erreichen kann.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«