BMW X7: Groß, größer, am größten

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X7-Käufer müssen sich entscheiden zwischen zwei Dieselvarianten (265 oder 400 PS) und einem Benziner. Da die Diesel in den USA keine Rolle spielen, standen für die Testfahrt zunächst nur die Benzinmodelle X7 xDrive 40i und xDrive 50i zur Verfügung. Den 50i mit seinem 462 PS starken 4,4-Liter-V8 gibt es in Deutschland vorerst nicht, den 40i (Normverbrauch 8,7 l) schätzt BMW als weltweit meistverkauftes Modell ein. Sein drei Liter großer Reihensechszylinder mit doppelter Turboaufladung wird auch im neuen Z4 und als vorläufige Topmotorisierung der neuen 3er-Reihe eingesetzt. Dort liefern die 250 kW/340 PS des Motors sahnig-souveränen Vortrieb – ein Eindruck, der angesichts der 2.395 Kilogramm Lebendgewicht des X7 ein wenig getrübt wird.

Im Zusammenspiel mit Achtgangautomatik und Allradantrieb lässt der X7 40i zwar nicht viel anbrennen, was die Beschleunigung aus dem Stand anlangt. Doch wenn es darum geht, während der Fahrt kurzfristig zu beschleunigen, um etwa eine gelbe Ampel noch zu schaffen oder einem Missverständnis beim Überholen und Einscheren lassen aus dem Weg zu gehen, dann muss der Motor eben auch heftig zurückgeschaltet und sehr schnell hochgedreht werden, um seine Aufgabe zu bewältigen.

BMW X7: Flaggschiff im Luxus-SUV-Segment
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Das ist dann übrigens auch eine der wenigen Situationen, in denen man ihn tatsächlich arbeiten hört. Der nachhaltigste Fahreindruck auf den kilometerlangen Geraden durchs Death Valley war der unglaubliche Akustik-Komfort dieses großen Wagens. Windgeräusche? Bei amerikanischem Tempolimits zwischen 65 und 80 Meilen (105 bis 129 km/h) sind sie praktisch nicht zu verifizieren. Motor? Ist da, aber man bemerkt ihn eigentlich nur, weil sich das Auto eben bewegt. Reifen? Auffällig unauffällig, geradezu extrem leise. Das geht auf das Konto von zusätzlich eingebauten Schwingungstilgern an den vorderen Radaufhängungen. Außerdem haben die Ingenieure sehr konsequent alle unnötigen Luftlöcher im Bereich der Vorderachse geschlossen.

Platz ohne Ende

Derart gut aufgehoben, verwöhnt von präziser, nicht zu leichtgängiger Lenkung und einer satten und komfortablen Straßenlage, lässt sich die große Geräumigkeit des stets mit drei Sitzreihen gelieferten Autos genießen. Selbst die beiden Sitze ganz hinten bieten einem Erwachsenen unter 1,80 Metern eine anständige Bein- und Kopffreiheit, und der Sitz ist auch nicht so tief angebracht, dass man Gefahr läuft, sich die eigenen Knie ins Gesicht zu stoßen.

Da zusätzlich die Luftfederung einen sehr guten Job macht, ist gegen eine kurze Reise ganz hinten im X7 nicht viel einzuwenden. Und wenn man mit dem Vordermann uneins ist über die gewährte Beinfreiheit, so kann der Fahrer notfalls per Tastendruck eingreifen und den Einzelsitz der zweiten Reihe elektrisch nach vorn rücken.

Praktische Qualitäten

Der Kofferraum ist natürlich bei umgelegten Rücksitzen über jeden Zweifel erhaben, aber selbst bei voller Bestuhlung lassen sich noch zwei, drei Reisetaschen stapeln. Man kann über riesige SUVs denken, was man will: Praktische Qualitäten haben sie. Der X7 lässt sich dazu noch gut beladen, weil die Heckklappe zweigeteilt ist – der größere Teil öffnet nach oben, der kleinere nach unten. Natürlich alles elektrisch und mit einem einzigen Knopfdruck für beide Klappen. Genauso komfortabel lassen sich vom Kofferraum aus auch die Sitze bewegen, schließlich geht das bei Mercedes auch, und überhaupt: Dies ist nun mal die Oberklasse.

Alles in allem ist ein BMW X7 vielleicht nicht das Auto, auf das die Welt gewartet hat. Dennoch wird man ihn auch bald jenseits des Death Valley sehen – weil die deutsche Spielart des American Way of Drive sehr attraktiv sein kann.

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