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Borg-Warner holt sich die Marke Beru zurück

| Autor: Jan Rosenow

Die Amerikaner hatten Beru zwar übernommen, das Ersatzteilgeschäft mit Zündungsprodukten aber an Federal-Mogul ausgegliedert. Das ändert sich nun. Und noch eine weitere Produktgruppe ist neu.

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Das Beru-Vorzeigeprodukt ist die Drucksensor-Glühkerze PSG.
Das Beru-Vorzeigeprodukt ist die Drucksensor-Glühkerze PSG.
(Bild: Federal-Mogul)

Der amerikanische Zulieferer Borg-Warner baut sein Ersatzteilgeschäft aus: Ab dem 1. Januar 2020 vertreibt das Unternehmen exklusiv Glühkerzen, Glühzeit-Steuergeräte und Zündspulen der Marke Beru. Borg-Warner hat das deutsche Traditionsunternehmen schon vor langer Zeit übernommen, die Rechte zum Vertrieb der Aftermarket-Produkte aber an den Federal-Mogul-Konzern vergeben, der 2012 auch die Zündkerzenproduktion von Beru erwarb.

Eigentlich hatte Federal-Mogul die Vertriebsvereinbarung noch 2016 mit Wirkung bis 2023 verlängert, doch ist das Unternehmen nun selbst vom ebenfalls US-amerikanischen Tenneco-Konzern aufgekauft worden.

Dank der aktuellen Ergänzungen enthält Borg-Warners Ersatzteilprogramm neben Turboladern, Abgasrückführventilen, Kühlern und Thermostaten nun auch Glühkerzen, Glühzeit-Steuergeräte und Zündspulen. Die traditionsreichen Beru-Zündkerzen sind aber offensichtlich von der Rückübertragung der Vertriebsrechte ausgenommen.

Über 700 zusätzliche Beru-Artikelnummern hat Borg-Warner nun im Angebot, und zwar in OE-Qualität. Das Programm umfasst über 200 Glühkerzen, über 50 Arten von Glühzeit-Steuergeräten sowie mehr als 400 unterschiedliche Zündspulen und deckt über 28.200 verschiedene Fahrzeugtypen in Europa ab.

Darüber hinaus plant Borg-Warner, sein Aftermarket-Angebot durch Ersatzteile für Allradkupplungen zu ergänzen. Das Portfolio besteht aus Filter- und Pumpensets für partikelfreien, reibungslosen Betrieb, Sensorsets und aus Spezialölen, die einen permanenten Ölfluss gewährleisten und die ideale Verteilung der Antriebskraft unterstützen.

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 Jan Rosenow

Jan Rosenow

, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE