Kfz-Gewerbe Bayern Branche verärgert über fehlende Berücksichtigung bei Mobilitätsgipfel

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Verärgert reagiert das bayerische Kfz-Gewerbe auf den Mobilitätsgipfel der Bundesregierung. Es sei nicht nur enttäuschend, dass das Kfz-Gewerbe bei der Runde im Kanzleramt unberücksichtigt blieb, sondern auch das Ergebnis.

Albert Vetterl, Präsident und Landesinnungsmeister des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern, reagiert verärgert auf den Mobilitätsgipfel im Bundeskanzleramt.(Bild:  Kfz-Gewerbe Bayern)
Albert Vetterl, Präsident und Landesinnungsmeister des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern, reagiert verärgert auf den Mobilitätsgipfel im Bundeskanzleramt.
(Bild: Kfz-Gewerbe Bayern)

Das Treffen der Bundesregierung zur weiteren Entwicklung der künftigen Mobilität ist aus Sicht des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes ein Fehlschlag: „Das sogenannte ‚Spitzengespräch‘ zur Transformation der Mobilität hat für den Mittelstand keine brauchbaren Ergebnisse erzielt“, kritisierte Albert Vetterl, Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern.

„Gerade in einem Flächenland wie Bayern brauchen wir nicht nur die vom Bund gebetsmühlenartig geforderte Ladeinfrastruktur, sondern vor allem auch für den Mittelstand bezahlbare Elektrofahrzeuge. Es ist daher völlig unverständlich, dass der Bund die Automobilhersteller nicht in die Pflicht nimmt, auch günstige Einstiegsmodelle im Bereich der E-Mobilität anzubieten, und gleichzeitig bei der Förderung weiter auf die Bremse tritt“, sagte Vetterl.

Die individuelle Mobilität müsse bezahlbar bleiben – egal mit welcher Antriebsform. „Die Förderung für Hybride ist zum Jahreswechsel ausgelaufen, die ohnehin schon gesunkene E-Förderung wird künftig an immer höhere Basislistenpreise gebunden sein“, sagte Vetterl. Damit habe der Bund nicht die Mobilitätswende in der Breite der Gesellschaft erreicht, sondern Zurückhaltung bei den Kunden erzeugt, die nun ihre Kaufentscheidung weiter verschieben oder sogar aufgeben.

Vetterl kritisierte zudem die Zusammensetzung des Mobilitätsgipfels im Bundeskanzleramt. Dass weder das mittelständische Kraftfahrzeuggewerbe noch die Regierungen der „Autoländer“ wie Bayern mit am Tisch saßen, sei völlig unverständlich.

„Die Mobilitätswende kann nur gemeinsam gelingen. Allein das bayerische Kraftfahrzeuggewerbe sorgt mit seinen rund 7.000 Kfz-Innungsbetrieben und insgesamt rund 140.000 Beschäftigten sowie Auszubildenden überall im Freistaat dafür, dass die Verbreitung von alternativen Antrieben vorangeht. Dass der Bund den Mittelstand in seinen Beratungen außen vorlässt und damit bewusst auf den Erfahrungsschatz aus der Praxis verzichtet, ist arrogant und nicht nachvollziehbar. So bleibt es wie so oft bei vollmundigen Ankündigungen ohne greifbare Ergebnisse – und die Mobilitätswende verkommt zur Ankündigungswende“, so Vetterl.

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