Brass-Gruppe expandiert mit Seat

Autor: Andreas Grimm

Vor nicht einmal einem Jahr hat die Brass-Gruppe den Vertrieb von Seat-Fahrzeugen begonnen. In Hanau ist nun der dritte Standort gestartet, weitere folgen noch in diesem Jahr.

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Die Brass-Gruppe hat in Hanau ihren dritten Seat-Standort binnen eines Jahres eröffnet.
Die Brass-Gruppe hat in Hanau ihren dritten Seat-Standort binnen eines Jahres eröffnet.
(Foto: Autohaus Brass)

Die Brass-Gruppe investiert weiter in Seat. Am vergangenen Samstag nahm der Mehrmarkenhändler in Hanau den dritten Seat-Standort in Betrieb, zwei weitere sollen im Laufe des Jahres noch folgen. Für das Unternehmen mit Sitz in Aschaffenburg hat die spanische Marke großes Wachstumspotenzial, weshalb es im vergangenen Jahr ins Portfolio aufgenommen worden war. Daneben hat Brass Opel, Audi, VW und Skoda als Volumenmarken im Programm.

In Hanau war Brass bislang mit einem vor vier Jahren eröffneten Opel-Betrieb vertreten und hat auf dem Betriebsgelände nun den neuen Seat-Showroom mit 400 Quadratmetern Fläche neu gebaut. Zudem sind dort die Werkstatt sowie ein Karosserie- und Lackierzentrum angesiedelt. Diese Bereiche werden nun von beiden Fabrikaten genutzt.

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Die Brass-Gruppe will mit dem Seat-Engagement eine neue Kundenklientel ansprechen. Vor allem junge Leute würden sich für die Marke interessieren, berichtet der Verkaufsleiter in Hanau, Jürgen Nees. Dies hatte sich mit der „sehr gut besuchten“ offiziellen Eröffnung des Betriebs in der August-Sunkel-Straße am Samstag gezeigt.

Entstanden ist der Showroom in rund acht Monaten Bauzeit. Er beschäftigt zunächst zwei Verkäufer und sechs Servicekräfte. Da Brass mit Seat neu startet, liegen Nees keine echten Vergleichswerte vor, mit Prognosen und Zielen hält er sich zunächst zurück. „Das ist ein echter Neustart, eine Herausforderung“, sagt er. Neben dem Neuwagenverkauf will er aber auch die Vermarktung junger Gebrauchter aus dem Seat-Pool schnell ankurbeln.

Weitere Seat-Standorte folgen

Die Brass-Gruppe vermarktet Seat derzeit bereits in Aschaffenburg und Offenbach. Als zusätzliche Marke hatte der Händler die Spanier erst im vergangenen Jahr aufgenommen. In Obernburg soll der Betrieb im Mai an den Start gehen, als weitere Standorte sind Lohr und Höchst im Odenwald vorgesehen. Die Gruppe betreibt derzeit rund 30 Standorte im Großraum Frankfurt – Darmstadt – Aschaffenburg und beschäftigt etwa 1.000 Mitarbeiter.

Bisher hatte Seat den Markt in Hanau über das Autohaus Preuss bedient, einem Skoda-Vertriebspartner, der zugleich für den Seat-Hauptbetrieb in Gelnhausen Neuwagen vermittelt. Preuss hat noch einen Servicevertrag für Hanau. Während der Skoda-Betrieb derzeit ausgebaut wird, wäre für eine Seat-Erweiterung kein Platz mehr gewesen.

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«