Ladeinfrastruktur Bund stellt Wallbox-Förderung vorerst ein

Autor Thomas Günnel

Vor rund einem Jahr startete die Förderung für private Ladestationen, die sogenannte „Wallbox-Förderung“. Jetzt endet sie – das Geld ist aufgebraucht.

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Die Förderung von 900 Euro für private Ladepunkte der Kfw endet, das Geld ist aufgebraucht.
Die Förderung von 900 Euro für private Ladepunkte der Kfw endet, das Geld ist aufgebraucht.
(Bild: BMW)

„Bitte keine Anträge mehr stellen – die Fördermittel sind erschöpft“: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (Kfw) hat ihre Förderung für Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden gestoppt. Laufende Anträge sind von dem Förderstopp aber nicht betroffen. Wer bereits einen Antrag gestellt hat und alle Fördervoraussetzungen erfüllt, „erhält in den nächsten Tagen eine Antragsbestätigung“, damit ist der Zuschuss reserviert.

Wer die Antragsbestätigung schon erhalten hat, kann ebenfalls mit dem Zuschuss rechnen, „wir zahlen ihn aus, sobald Sie den Einbau der Ladestation entsprechend den Fördervoraussetzungen nachweisen“, merkt die Kfw an.

Mit pauschal 900 Euro pro Ladepunkt unterstützte die Kfw die Infrastruktur für private Nutzer. In die Förderung fielen der Kauf und die Installation von Ladestationen für Elektroautos an Stellplätzen und in Garagen, die zu Wohngebäuden gehören und nur privat zugänglich sind. Konkret umfasste das Paket den Kaufpreis einer neuen Ladestation mit elf Kilowatt Ladeleistung und intelligenter Steuerung, die Kosten für Einbau und Anschluss der Ladestation, inklusive aller Installationsarbeiten und die Kosten eines Energiemanagement-Systems das die Ladestation steuert – vorausgesetzt, es handelt sich beim Ladestrom um erneuerbare Energie, zum Beispiel aus der eigenen Photovoltaik-Anlage oder vom Energieversorger.

Der Zuschuss wurde finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Über 800.000 Anträge sind laut des Ministeriums eingegangen. Ob es eine weitere Förderrunde geben wird, entscheidet die nächste Bundesregierung; „Der Trend muss durch die nächste Bundesregierung fortgesetzt werden“, kommentiert der aktuelle Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer das Programm. Die Förderung war im November 2020 gestartet und innerhalb eines Jahres wegen der großen Nachfrage zweimal aufgestockt worden, auf insgesamt rund 800 Millionen Euro.

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