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Byton nennt erste Partner in Europa

Autor: Andreas Wehner

Das chinesische E-Auto-Start-up will sein SUV M-Byte 2021 auch in Europa verkaufen. Inzwischen hat Byton Absichtserklärungen mit verschiedenen europäischen Partnern unterzeichnet. Und in China beginnt die Vorserienproduktion.

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Die Vorproduktion des Byton M-Byte ist gestartet.
Die Vorproduktion des Byton M-Byte ist gestartet.
(Bild: Byton)

Der chinesische Elektroautohersteller Byton kommt dem Marktstart in Europa näher. Das Start-up habe inzwischen Absichtserklärungen über eine strategische Zusammenarbeit mit verschiedenen europäischen Partnern unterzeichnet, teilte Byton am Freitag mit. Dazu gehören Hedin Automotive in Schweden, die französische By-my-car-Gruppe, Salvador Caetano aus Portugal und Modern Driving aus der Schweiz. In allen relevanten Märkten entwickle man Konzepte und verhandle mit potenziellen Partnern.

Byton will sein erstes Modell, das SUV M-Byte, Mitte des kommenden Jahres in China auf den Markt bringen. Echte Vorbestellungen will das Unternehmen für europäische Kunden ab Ende 2020 ermöglichen, Mitte 2021 ist der Markteintritt in Europa geplant. Gleichzeitig soll das Auto auch in Nordamerika starten. Bislang sind nur unverbindliche Reservierungen möglich. Davon hat Byton nach eigenen Angaben bislang über 50.000 Stück gesammelt, ein großer Teil davon soll aus Europa stammen.

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Allein im Elektromobilitätsland Norwegen haben laut Byton 14.000 Interessenten den M-Byte reserviert. Der dortige Markt gehört zu den ersten, die der Autobauer außerhalb Chinas bedienen will. „Auch Deutschland ist ein wichtiger Markt für uns. Andere große Märkte wie Frankreich oder Großbritannien sind natürlich ebenfalls interessant. Der Roll-out wird nach und nach stattfinden“, sagte Bytons Chief Customer Officer Andreas Schaaf kürzlich im Interview mit »kfz-betrieb«.

Das Start-up setzt auf ein hybrides Vertriebsmodell, bei dem die Direktvermarktung im Fokus steht. Online- und Offline-Kanäle betrachtet Byton als gleich wichtig. „Der Kunde entscheidet und wählt seine Vertriebskanäle selbst aus“, so Schaaf. Während der Hersteller die digitalen Kanäle wie den Webstore und die App selbst steuern will, setzt er offline auf erfahrene Partner in den Märkten. Das können laut Schaaf auch Unternehmen sein, die nicht aus der Automobilbranche kommen.

Im Byton-Werk im chinesischen Nanjing ist jetzt die Vorserienproduktion des M-Byte gestartet. Das SUV, dessen herausragendes Merkmal das 48 Zoll große Display anstelle des Armaturenbretts ist, feierte seine Weltpremiere im September auf der IAA in Frankfurt. Es soll ab 45.000 Euro netto auf den Markt kommen.

Das Einstiegsmodell mit einem im Heck montierten Elektromotor leistet 200 kW/272 PS und bietet nach Herstellerangaben eine Reichweite von bis zu 360 Kilometern nach WLTP. Zudem gibt es eine Hochleistungsvariante mit Allradantrieb und 300 kW /408 PS, die nach WLTP bis zu 435 Kilometer schaffen soll.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«