Jaguar Land Rover gibt sich mit seinem bald auf den Markt kommen neuen Defender realitätsnäher und zeigt, dass nur mit mehreren SIM-Karten eine perfekte Vernetzung garantiert werden kann. Während die Kinder im Fond Filme streamen, bekommt der Fahrer die aktuellen Verkehrsinformationen – in Echtzeit. BMW zeigt einen Ausblick auf die Bedienkonzepte der kommenden Jahre und lässt einen dabei schon einmal in den Schlummersesseln des BMW X7 träumen. Hersteller wie Nissan, Toyota oder Fiat zeigen ihre jüngsten Konzeptstudien bei der CES 2020 erstmals auf dem amerikanischen Kontinent und Hyundai arbeitet zusammen mit Uber an einem Velocopter-Service.
Bosch blendet Gegenverkehr aus
Bosch zeigt mit dem Virtual Vizor als Technikdetail unter anderem eine Sonnenblende, die die Scheinwerfer des Gegenverkehrs über eine Maske ausblendet. Noch nicht abgefahren genug? Wie wäre es mit einer Brille, die verschiedene Informationen in das Blickfeld des Fahrers projiziert? Genau in die andere Richtung arbeitet die neue Display-Technik von Bosch, bei dem Warnhinweise aus der Instrumenteneinheit dreidimensional ins Blickfeld des Fahrers gespielt werden.
Continental führt das weiter, was Modelle wie der Audi E-Tron in der Realität umgesetzt haben. Kleine Kameras ersetzen hierbei die Außenspiegel und projizieren die Bilder auf Displays im Innern. Das senkt nicht nur den Luftwiderstand, sondern ermöglicht es auch, einfache Warnhinweise einzuspielen.
Zulieferer ZF setzt mehr denn je auf das automatisierte Fahren und präsentiert auf der CES ein Fahrerassistenzsystem, das für Herstellkosten von rund 1.000 Dollar im Fahrzeug verbaut werden kann und so ins Volumen gehen soll. Ein erster asiatischer Hersteller soll zu dem Preis bereits angebissen haben. „Level-2+-Systeme erfüllen nicht nur kommende Sicherheitsvorgaben – sie helfen, den Fahrer zu entlasten und bringen ihm so einen echten Mehrwert. Bei ZF gehen wir davon aus, dass in naher Zukunft ein Großteil der Fahraufgaben im Pkw von teilautomatisierten Systemen übernommen wird”, sagt Christophe Marnat, Leiter der ZF-Division Elektronik und Advanced Driver Assist Systems.
Toyota, unangefochtene Nummer eins in Asien, will auf einem ehemaligen Firmengelände eine visionäre Stadt der Zukunft mit Namen Woven City entwickeln und auch Hyundai denkt über eine solche urbane Vision nach. „Eine komplette Stadt zu bauen, selbst in einem kleinen Maßstab wie diesem, ist eine einzigartige Gelegenheit, Zukunftstechnologien zu entwickeln, einschließlich eines digitalen Betriebssystems für die Infrastruktur der Stadt. Mit Menschen, Gebäuden und Fahrzeugen, die alle miteinander verbunden sind und über Daten und Sensoren kommunizieren, werden wir in der Lage sein, die vernetzte KI-Technologie zu testen – sowohl im virtuellen als auch im physischen Bereich“, erklärt Akio Toyoda, Präsident der Toyota Motor Corporation.
Die 175 Hektar große Zukunftsstadt unweit des Mount Fuji soll als lebendiges Labor Bewohner und Forscher beheimaten, die vor Ort Zukunftstechnologien wie Autonomie, Robotik oder künstliche Intelligenz in einer realen Umgebung erproben.
Roboter mit Armen und Beinen
Ford präsentiert auf der CES zusammen mit der US-Firma Agility Robotics einen humanoiden Roboter mit Armen und Beinen, der Lagerhaltung und Warenlieferungen effizienter und erschwinglicher gestalten soll. In eine ähnliche Richtung gehen die Überlegungen auch beim Massenlieferdienst Amazon, der auf der größten Consumermesse der Welt natürlich nicht fehlen darf. Das dürfte sich auch der ein oder andere Autohersteller in den nächsten Jahren denken. Darf man der CES überhaupt noch fernbleiben?
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