Coronavirus: China erwartet stärkere Auto-Flaute

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Die Autobranche erreichen erneut schlechte Nachrichten aus China. Der dortige Branchenverband PCA hat wegen der weiteren Ausbreitung des Coronavirus bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Absatzprognose gesenkt.

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Das Coronavirus dämpft das Interesse an Neuwagen in China aktuell spürbar.
Das Coronavirus dämpft das Interesse an Neuwagen in China aktuell spürbar.
(Bild: Daimler)

Der chinesische Automarkt wird sich in diesem Jahr nach Einschätzung des Branchenverbands PCA wegen der Folgen des Coronavirus-Ausbruchs deutlich schwächer entwickeln als noch zuletzt erwartet. Für das laufende Jahr sei von einem Absatzrückgang um acht Prozent auszugehen, sagte der Generalsekretär des PCA (China Passenger Car Association) in einem Interview am Montag.

Damit hat der PCA in diesem Jahr bereits das zweite Mal seine Prognose gesenkt. Im Februar wurde noch mit einem Absatz-Rückgang von fünf Prozent gerechnet. Ende Dezember 2019 wurde noch ein Wachstum von einem Prozent erwartet.

Im Februar war der Automarkt in China wegen des neuartigen Coronavirus zusammengebrochen. Nach vorläufigen PCA-Daten von vergangener Woche sank der Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 80 Prozent und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Für die ersten beiden Monate des Jahres summiert sich das Minus auf 41 Prozent.

Das wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit Covid-19 verlängerte Neujahrsfest sowie länger geschlossene Autohändler führten zusammen mit der Zurückhaltung von Käufern zu einer Verschärfung der Flaute am größten Automarkt der Welt. Er ist für die deutschen Konzerne Volkswagen, Daimler und BMW der mit Abstand bedeutendste Einzelmarkt.

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