Globaler E-Auto-Markt Dämpfer zum Jahresstart

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Förder-Stopps in China und den USA lassen den globalen E-Automarkt leicht schrumpfen. In Europa geht es aber weiter aufwärts, nicht zuletzt unterstützt durch viele neue und bezahlbare E-Modelle.

Der Geely Galaxy Xingyuan ist das meistverkaufte E-Auto in China.(Bild:  Geely)
Der Geely Galaxy Xingyuan ist das meistverkaufte E-Auto in China.
(Bild: Geely)

Der weltweite Markt für Elektroautos und Plug-in-Hybride ist mit einem Minus ins Jahr 2026 gestartet. Im Januar wurden rund 1,218 Millionen elektrisch angetriebene Pkw und Nutzfahrzeuge ausgeliefert, 2,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Marktforschungsunternehmen SNE Research ermittelt hat. Während Europa mit einem Plus von 19,5 Prozent weiter zulegte, verzeichneten China und Nordamerika zweistellige Rückgänge.

Größter Anbieter blieb BYD mit rund 162.000 verkauften Elektroautos und Plug-in-Hybriden – allerdings verloren die Chinesen gegenüber dem Vorjahresmonat rund 30,1 Prozent ihrer Verkäufe. Auf Rang zwei folgt die Geely-Gruppe mit 137.000 Einheiten und einem Minus von 11,6 Prozent. Volkswagen behauptete mit einem Plus von 3,1 Prozent auf 90.000 Fahrzeuge Rang drei vor Tesla mit 71.000 Einheiten (-13,5 %).

Der Rückgang der Tesla-Zahlen sei hauptsächlich vom chinesischen Markt verursacht, schreibt SNE. Der Tesla-Absatz sank dort aufgrund harter Konkurrenz und aggressiver Preisgestaltung lokaler Marken um 45,2 Prozent im Jahresvergleich. Im Gegensatz dazu blieb die Performance in Nordamerika (+2,9 %) und Europa (+3,6 %) relativ widerstandsfähig. Diese defensive Performance in westlichen Märkten sei durch strategische Preisanpassungen, die Einführung neuer Einstiegsausstattungen und anhaltender Markentreue gelungen.

China, immer wieder China

Als Hauptgrund für die schwächere Entwicklung der Elektrozulassung nennt SNE die nachlassende Dynamik in China. Dort habe der Übergang von einer vollständigen Steuerbefreiung für sogenannte New Energy Vehicles zu einem reduzierten Steuersatz für zahlreiche vorgezogene Neuzulassungen gesorgt, die nun fehlten. In Nordamerika belastet unter anderem das Auslaufen staatlicher Kaufanreize Ende September 2025 die Nachfrage.

Europa zeigt sich nach Einschätzung der Analysten robuster. Strenge CO2-Vorgaben, Flottenziele und eine wachsende Zahl neuer, preislich wettbewerbsfähiger Modelle stützten den Absatz. Zudem gewinne die lokale Produktion in Europa im Zuge veränderter Handelsregeln an Bedeutung. Langfristig sieht SNE den Weltmarkt für E-Autos trotz des schwachen Starts weiter auf Wachstumskurs. Seit 2017 beträgt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate demnach 34,9 Prozent.

Darüber hinaus erhöhe der wachsende Anteil kompakter und mittelgroßer batterieelektrischer Fahrzeuge mit verbesserter Preiskonkurrenzfähigkeit die Zugänglichkeit für Verbraucher, heißt es in der SNE-Analyse. Gleichzeitig erweitere sich die Marktgrundlage, da die Versorgung mit neuen batterieelektrischen Fahrzeugmodellen, die Ende 2025 eingeführt wurden, ihre volle Kraft entfaltet.

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