DAF Berlin spart den Kunden Lenkzeit

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Für den Erfolg einer Firma gibt es viele Ursachen – DAF Berlin bringen die Weitsicht der Firmengründer, der zentral gelegene Standort und Kooperationen auf Platz fünf (Nfz) des Service Awards.

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Zentral im Schnittpunkt der Warenströme liegt DAF Berlin.
Zentral im Schnittpunkt der Warenströme liegt DAF Berlin.
(Foto: DAF Berlin)

Ursprünglich wollten Uwe Hanneken und seine Kompagnons, die Gebrüder Horst und Günter Kemper, nur eine Lkw-Servicewerkstatt gründen. DAF Trucks Deutschland wurde auf das Trio aufmerksam und fragte, ob sie sich vorstellen könnten, die Marke DAF in einem Referenzbetrieb in der Region zu vertreten.

Die Entscheidung der drei Firmengründer, das Geld in den märkischen Sand zu setzen, war wohlüberlegt. Ganz nach der alten Weisheit vom Berge und dem Propheten suchte das Gründertrio um Uwe Hanneken den zukünftigen Standort des neu zu gründenden Unternehmens aus. Tempelhof und Marienfelde waren Toplagen im Jahr 2000, aber das Gründertrio stellte sich die berechtigte Frage, was in zehn bis fünfzehn Jahren sein würde. Vier Wochen lang befragte Uwe Hanneken Speditionen, Unternehmensverbände und die Landesentwicklungsgesellschaft. Schließlich kristallisierte sich der Standort Großbeeren heraus, obwohl die BAB 101 noch nicht gebaut, das Güterverkehrszentrums (GVZ) noch menschenleer war.

Neue Logistikzentren

Dem bundesdeutschen Trend in der Logistikbranche folgend, begann die Gemeinde Großbeeren 1998 mit dem Bau des GVZ Süd mitten im sandigen Niemandsland im Süden vor den Toren Berlins. Inzwischen ist die BAB gebaut, letzte Ergänzung war die vierspurige Anbindung an den Flughafen Schönefeld. Der Standort hat sich zum leistungsstärksten Güterverkehrszentrum in Ostdeutschland entwickelt, 70 Prozent der Logistiker sitzen hier. Mittendrin seit 2002: DAF Berlin.

Die Nähe zu den Speditionsbetrieben ist ein massiver Wettbewerbsvorteil für den Betrieb, denn die Logistikzentren liegen an den Grenzen der Lenkzeitfenster der Fahrer. Eine Stunde zusätzliche Fahrzeit zur Werkstatt ist in der Lenkzeit einfach nicht mehr drin – ein echter Standortnachteil für Firmen, die nicht in der Nähe der Warendrehscheiben sitzen. Im Großraum Berlin ist laut Controller Ivo Brückner bereits Bewegung in der Werkstattlandschaft zu sehen, erste Unternehmen verlagern ihren Sitz vom Berliner Osten und Frankfurt/Oder Richtung Südwesten.

„Bereits der Arbeitsweg des Fahrers zu seinem Lkw geht streng genommen von der Lenkzeit ab. Daher versucht man die Fahrzeuge dort zu stationieren, wo die Werkstatt und der Logistikbetrieb sind“, verdeutlicht Uwe Hanneken den Trend in der Logistikbranche. Folgerichtig bietet DAF Berlin nicht nur einen Warteraum, in dem die Fahrer ihre gesetzlichen Ruhezeiten verbringen und gleichzeitig die Reparatur beobachten können – es gibt sogar einen Schlafraum für Übernachtungen im Haus.

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Um die Sicherheit der Ladung braucht sich der schlafende Fahrer nicht zu sorgen: Das Betriebsgelände wird weiträumig videoüberwacht.

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