Dekra: Scheinwerfereinstellplatz kostengünstig begradigen

Verfahren wird in den kommenden Monaten bundesweit ausgerollt

| Autor: sd/js

Mit dem neuen Dekra-Verfahren lassen sich „im Handumdrehen“ Kunststoffplatten fräsen, die als Negativform vorhandene Bodenunebenheiten exakt ausgleichen.
Mit dem neuen Dekra-Verfahren lassen sich „im Handumdrehen“ Kunststoffplatten fräsen, die als Negativform vorhandene Bodenunebenheiten exakt ausgleichen. (Bild: Dekra)

Ein neues Messverfahren von Dekra zur Nivellierung von Scheinwerfereinstellplätzen steht vor der flächendeckenden Einführung in den Prüfstützpunkten. Der Clou an der Sache: Mit dem Verfahren soll das Vermessen schneller und die eventuell nötige Begradigung des Platzes deutlich günstiger realisierbar sein, wie die Prüforganisation mitteilte. Mithilfe eines lasergestützten Messwagens gelingt besagte Vermessung rasend schnell – im Vergleich zu anderen Methoden.

Die am Boden von dem „Messhund“ – der Vermesser zieht diesen an einer „Leine“ über die jeweilige Fläche quasi hinter sich her – erfassten Daten ergeben im Computer eine Art hochaufgelöstes Relief. Dieses stellt auf Zehntelmillimeter genau die jeweiligen Erhöhungen und Vertiefungen dar. „Diese Messdaten bilden nicht nur das Problem ab, sondern sie sind gleichzeitig auch schon die Basis für die Lösung“, erklärt Jann Fehlauer, Geschäftsführer der Dekra GmbH. Was Fehlauer damit meint?

Ganz einfach: Die Daten des Reliefs können direkt an eine Fräsmaschine übertragen werden. Eine solche fertigt dann innerhalb kürzester Zeit entsprechende Negative in Form von Kunststoffplatten. Die braucht die Werkstatt dann als exakte Gegenstücke nur noch auf den Boden zu legen, und fertig ist die exakt ebene Aufstellfläche für das Fahrzeug bzw. das Scheinwerfeinstellprüfgerät.

Befestigt werden die Platten entweder mittels versenkter und verdübelter Schrauben oder besser mittels Konstruktionskleber. Sogar im Außenbereich lassen sich die Kunststoffplatten, die jede größere Trockenbaufirma erstellen kann, einsetzen. Und selbst wenn sie irgendwann verschlissen sein sollten, sind neue Platten dank vorhandener Messdaten rasch gefräst. Die Kosten für diese Platten sollen sich im mittleren dreistelligen Euro-Bereich bewegen.

Laut den Stuttgartern ist das von ihren Experten entwickelte Messverfahren so weit gediehen, dass es zeitnah in der Fläche eingesetzt werden kann und in in den bundesweit mehr als 50 Prüfmobilen innerhalb der kommenden Monate in die Kalibrierdienstleistungen eingebunden werde.

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