Der mit den Autos spricht

Autor: Jan Rosenow

Das Autohaus Weitkamp hält mit der Digitalisierung des Servicegeschäfts Schritt. Ein Mitarbeiter kümmert sich ausschließlich um die „Anrufe“ vernetzter Fahrzeuge. Doch nicht nur hiermit beweist Weitkamp Weitblick. Lohn ist die Top-Ten-Platzierung im Service Award.

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Dennis Strohmeyer (links) ist bei Jan Christoph Weitkamp der Mann für „Me“.
Dennis Strohmeyer (links) ist bei Jan Christoph Weitkamp der Mann für „Me“.
(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

Die ländliche Idylle im äußersten Nordosten Nordrhein-Westfalens verführt leicht zu falschen Rückschlüssen. Klischeebilder von wettergegerbten Landwirten, die alle paar Jahre mit einer Tasche voll Bargeld zum Mercedes-Händler stapfen und eine neue Diesellimousine kaufen, sind längst Geschichte. Autohändler müssen hier ebenso wie überall Schritt halten mit den technischen Entwicklungen in der Automobilbranche und den veränderten Kundengewohnheiten. Einer, der das besonders gut kann, ist das Autohaus Weitkamp in Stemwede.

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Als Mercedes-Benz-Partner muss sich Weitkamp bereits jetzt sehr aktiv mit der Fahrzeugvernetzung auseinandersetzen. Der Stuttgarter Konzern betreibt mit Mercedes Me ein vorbildliches Telematikkonzept, das die Vernetzung von Neufahrzeugen ebenso umfasst wie die Nachrüstung von Gebrauchtwagen und die Einbindung in die Werkstattsoftware. Doch der Betrieb muss damit auch umgehen können, und das macht Geschäftsführer Jan Christoph Weitkamp auf vorbildliche Weise.

Kundenbetreuer als Mercedes-Me-Spezialist

Ein eigener Mitarbeiter, der Kundenbetreuer Service, agiert als Mercedes-Me-Spezialist und damit als „Ansprechpartner“ für die aus den Fahrzeugen einlaufenden Service-Calls. Mit Dennis Strohmeyer nimmt ein ausgebildeter Kfz-Mechatroniker diese Stelle ein. Seine Aufgabe ist es, als Schnittstelle zwischen den Autos und den Serviceassistenten/Serviceberatern im Autohaus zu dienen. Er vereinbart den Termin mit den Me-Kunden, übernimmt deren Daten in die IT-Infrastruktur des Hauses, schreibt die Aufträge und bestellt die nötigen Teile vor. Die Serviceberater können sich somit auf das Gespräch mit dem Kunden konzentrieren.

Dennis Strohmeyer ist auch der Ansprechpartner für Kunden, deren Fahrzeuge für die Nachrüstung mit dem Me-Adapter geeignet sind. Mit dem Kundenberater Service wurde die Abwicklung der Me-Aufträge reibungslos in die Prozesse des Autohauses integriert. Und für einen jungen Mechatroniker, der sich weiterentwickeln wollte, bot sich hier eine interessante Jobchance an der Spitze der technischen Entwicklung im Autohaus.

Das Unternehmen zukunftsfähig gemacht

Doch die Vernetzung ist längst nicht alles, was die Jury des Service Awards überzeugt hat. In seiner Zeit als Geschäftsführer, die schon im Alter von 28 Jahren begann, hat Jan Christoph Weitkamp das vor 70 Jahren gegründete Familienunternehmen diversifiziert und zukunftsfähig ausgerichtet: Ein eigener Smart-Standort (demnächst mit Suzuki als zusätzliche Marke), eine Nutzfahrzeugwerkstatt als Joint Venture, eine eigene Autovermietung und vieles mehr. Mit dieser Leistung hat er es in die Top Ten des Service Awards geschafft.

Von den guten Serviceleistungen des Unternehmens überzeugte sich die Jury vor Ort. Sie besteht aus Vertretern der Redaktion »kfz-betrieb« sowie Vertretern der Sponsoren Continental, Loco-Soft und TÜV Nord. Welche Platzierung genau herausspringt, erfährt das Unternehmen bei der Verleihung des Service Awards, die am 13. September 2018 während der Automechanika in Frankfurt stattfindet. Dazu kommen jährlich rund 250 Gäste aus der gesamten Automobilbranche. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung unter www.service-award.de.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group