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Deutsche Post und Ford schicken großen Streetscooter auf die Straße

Autor: Andreas Wehner

Noch in diesem Jahr sollen die ersten 150 Einheiten des Streetscooter Work XL in der Paketzustellung zum Einsatz kommen. Er basiert auf dem Ford Transit. Auch ihn will die Deutsche Post an externe Kunden verkaufen.

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Das dritte und größte Streetscooter-Modell Work XL wird noch in diesem Jahr auf den Straßen zu sehen sein.
Das dritte und größte Streetscooter-Modell Work XL wird noch in diesem Jahr auf den Straßen zu sehen sein.
(Bild: Ford)

Die Deutsche Post hat zusammen mit Ford einen neuen Elektro-Transporter vorgestellt. Der Streetscooter Work XL basiert auf dem Fahrgestell eines Ford Transit, das mit einem batterieelektrischen Antriebsstrang ausgestattet ist. Die Fahrzeuge werden im Streetscooter-Werk in Aachen produziert.

Noch in diesem Jahr sollen die ersten 150 Vorserienfahrzeuge in der Paketzustellung zum Einsatz kommen. Bis Ende 2018 sollen 2.500 Einheiten des Work XL entstehen. Perspektivisch will der Logistikkonzern auch den großen Streetscooter an externe Kunden verkaufen – wie schon die beiden kleineren Modelle Work und Work L.

Streetscooter Work XL: Der Elektro-Transit
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Der Laderaum des Work XL hat ein Volumen von 20 Kubikmetern und ist damit mehr als viermal so groß wie der des kleinsten Streetscooter-Modells. Über 200 Pakete sollen darin Platz finden. Er unterscheidet sich aber nicht nur in der Größe. Anders als bei den kleineren Modellen ist der Laderaum des Work XL vom Fahrerhaus begehbar. Beladen werden kann das Fahrzeug über die Heckklappe und eine Schiebetür an der rechten Seite.

Der neue Transporter verfügt über ein modulares Batteriesystem mit 30 bis 90 Kilowattstunden. Je nach Kapazität sind Reichweiten zwischen 80 und 200 Kilometern möglich. Durch die Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt beträgt die Ladedauer durchschnittlich drei Stunden. Pro Jahr und Fahrzeug will die Deutsche Post mit dem Elektro-Transporter rund 5 Tonnen CO2 und 1.900 Liter Diesel im Vergleich zu einem konventionell angetriebenen Fahrzeug einsparen.

Aktuell hat die Deutsche Post rund 3.000 Elektro-Transporter im Einsatz. Vom Work und seinem größeren Bruder Work L sollen in diesem Jahr insgesamt 10.000 Einheiten produziert werden. Rund die Hälfte davon soll früheren Angaben zufolge an externe Kunden gehen. Um die Produktion aufzustocken, ist laut Deutsche Post eine weitere Produktionsstätte in Nordrhein-Westfalen geplant. Der Ort ist noch nicht bekannt.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«