Deutschland zählt zu den fünf größten CO2-Sündern im Verkehrssektor

Emissionen in der Bundesrepublik steigen um 6 Prozent

| Autor: sp-x

(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Deutschland zählt zu den G20-Ländern mit den geringsten Erfolgen bei der Senkung der CO2-Emissionen im Verkehr. Der aktuelle „Brown to Green“-Report zahlreicher internationaler Umwelt- und Forschungsorganisationen vergleicht die Leistung der wichtigsten Industrienationen bei der Dekarbonisierung des Verkehrs.

In Deutschland ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß (ohne Flugverkehr) pro Kopf und Jahr demnach zwischen 2013 und 2018 um 6 Prozent auf knapp 2 Tonnen gestiegen. Bei den Gesamtemissionen liegt die Bundesrepublik damit auf Rang fünf hinter den USA, Kanada, Australien und Saudi-Arabien. Neben Deutschland haben es aus dieser Gruppe einzig die USA nicht geschafft, die Emissionen zu reduzieren.

Führend bei der Klimagas-Reduktion im Verkehr sind Saudi-Arabien (minus 21 %), Mexiko (minus 12 %) und Brasilien (minus 10 %). Auch in westeuropäischen Staaten wie Italien (minus 4 %) und Frankreich (minus 2 %) sanken die Emissionen. Der Schnitt aller G20-Staaten ist allerdings gestiegen: um 5 Prozent auf 1,13 Tonnen pro Kopf und Jahr.

Pariser Klimaziele auf aktuellem Kurs unerreichbar

Um die durchschnittliche Erderwärmung unter 1,5 Grad zu halten, ist es laut der Studie nötig, den Anteil emissionsarmer Kraftstoffe bis 2050 weltweit um 60 Prozent zu erhöhen. Zudem dürften ab 2035 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden, der Lkw-Verkehr müsste ab 2050 vollständig dekarbonisiert sein.

Der Report berücksichtigt nicht nur den Verkehr, sondern auch den Beitrag von Stromversorgung, Industrie, Landwirtschaft und Gebäude zum CO2-Ausstoß. Insgesamt sehen die Experten keinen der G20-Staaten auf einem Kurs, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Statt zu sinken nahmen die Emissionen im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent zu. Deutschland schneidet dabei außer im Verkehr auch im Bereich Gebäude schlecht ab.

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