Dialogannahmen sinnvoll einrichten

Redakteur: Markus Lauer

Bei der Ausstattung ihrer Dialogannahme haben die Kfz-Werkstätten die Wahl von einfach bis Hightech.

Die Dialogannahme ist ein wichtiger Bestandteil des Service, den Kfz-Betriebe nutzen sollten. Denn hier können sie die wesentlichen Grundlagen für eine erfolgreiche Auftragsabwicklung festlegen. Dazu gehört zunächst, dass man alle Arbeiten, die der Kunde wünscht, direkt am Fahrzeug annimmt. Dabei ergibt sich die Möglichkeit, auf weitere Mängel hinzuweisen, wie etwa abgefahrene Reifen, verschlissene Bremsen, kleine Lackschäden oder zu niedrigen Ölstand – manche Kfz-Betriebe haben so ihren Ölabsatz merklich erhöht. Auch Zubehör kann man in der Dialogannahme sehr wirkungsvoll platzieren.

Reparatur belegen

Nur die Werkstatt, die das Auto mit geeigneten Mitteln auf „Herz und Nieren” durchcheckt, kann ihrem Kunden schwarz auf weiß belegen, dass eine Reparatur notwendig ist. Zudem kann sie dann gemeinsam mit dem Fahrzeugbesitzer festlegen, wie umfangreich die Instandsetzung sein muss.

Die erfassten Daten kann der Serviceberater mit einem PC aufnehmen. Über das Netzwerk sind sie z. B. mit der kaufmännischen Software, der Zeiterfassung und der Ersatzteilbeschaffung abrufbar.

Für die Dialogannahme ist eine Hebebühne absolut notwendig, ein Bremsenprüfstand, ein Spurtester sowie ein Scheinwerfereinstellgerät sind sehr hilfreich. Zudem gibt es weiteres nützliches Equipment wie ein Reifenfüllgerät, einen Batterietester und eine Abgasabsauganlage. Wie in den meisten Bereichen gibt es auch hier eine Vielzahl von Anbietern und Angeboten. Womit der einzelne Betrieb seine Dialogannahme ausstattet, bleibt ihm in der Regel selbst überlassen. Einige Fahrzeughersteller machen aber auch hier den Kfz-Betrieben Vorschläge beziehungsweise Vorgaben.

Variantenvielfalt

Hebebühnen: Es gibt Stempel-, Scheren-, Doppelscheren-, Zwei- oder Vier-Säulen-Hebebühnen. Manche Typen lassen sich in Unter- oder Oberflurweise installieren. Laut einigen Herstellern stehen Unterflurhebebühnen für viele Werkstätten bei Um- und Neubauten weit oben auf der Wunschliste. Allerdings bereiten äußere bauliche Umstände diesem Wunsch oft ein jähes Ende. Beispielsweise können unterhalb des Werkstattbodens verlaufende Rohrleitungen, ein wenig tragfähiger Boden oder ein erhöhter Grundwasserspiegel den Einsatz der Unterflurtechnik schnell vereiteln.

Bremsenprüfstände: Die Vielfalt an Bremsenprüfständen für Pkw ist üppig und deckt jeglichen Anwendungsfall ab. Sie reicht vom Rollen- über den Platten- bis zum Allradprüfstand. Hier hat der Kunde die sprichwörtliche Qual der Wahl. Die Ausstattungsvarianten erstrecken sich vom Geräuschtester über die Spurplatte oder den Radlauftester bis hin zur Wiegeeinrichtung und Drehrichtungsumkehr für Allradfahrzeuge. Optional kann man die Prüfstraßen auch mit einer Radlastwaage, einer Fernbedienung und einem Kommunikationskabinett ausrüsten.

Scheinwerfereinstellgeräte: Sie sind nützlich, um die exakte Ausrichtung der Scheinwerfer vor den Augen der Kunden zu prüfen. Eine Beschreibung einzelner Geräte finden Sie auf Seite 42.

Womit man letztendlich seine Dialogannahme ausstattet, ist von verschiedenen Faktoren abhängig: von den Räumlichkeiten, dem Angebot des Werkstattausrüsters und natürlich den persönlichen Vorlieben.

(ID:257437)