Renault 5 Turbo 3 Dicke Backen und reichlich Wumms

Autor / Redakteur: SP-X / Steffen Dominsky

Bislang waren Ford Mustang, Porsche 911 oder Jaguar E-Type typische Restomod-Kandidaten. Vier Franzosen haben sich nun jedoch für die Modernisierung eines kuriosen Kleinwagens entschieden.

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Die Firma Legende Automobiles lässt den legendären Renault 5 Turbo wieder aufleben.
Die Firma Legende Automobiles lässt den legendären Renault 5 Turbo wieder aufleben.
(Bild: Legende Automobiles)

Vier Franzosen kommen in Los Angeles zusammen und machen was? Nein, sie eröffnen keine Crêperie, stattdessen gründen sie eine Auto-Restaurationsfirma: Legende Automobiles. Und die hat nun eine spektakuläre Achtzigerjahre-Sportwagen-Ikone wieder aufleben lassen, den Renault 5 Turbo. Bei dem „Turbo 3“ genannten Restomod-Projekt – in chronologischer Anlehnung an die beiden Urmodelle „Turbo 1“ und „Turbo 2“ – handelt es sich um einen Neuaufbau auf Basis eines alten Renault 5, dem eine neue Außenhaut im historischen Turbo-Stil übergestülpt wird. Darunter kommt viel neue Technik mit deutlich mehr Leistung als beim Original zum Einsatz.

Um den Look des alten Renault 5 Turbo zu erzeugen, hat das Team einen Wide-Bodykit aus Kohlefaserteilen entwickelt. Dank diesem erhält der R5 die für den Turbo charakteristisch weit ausgestellten Radhäuser mit Kühlungsöffnungen, die Platz für die vorne 16 Zoll und hinten 17 Zoll großen Räder schaffen. Zugleich bietet das Design einige moderne Akzente wie einen Diffusor in der Heckschürze oder die Front- und Heckleuchten mit LED-Technik. Statt klassischer Analoginstrumente verfügt das Cockpit des Turbo 3 über ein digitales Kombiinstrument. Neue Sportsitze, grauer Filz auf vielen Oberflächen und einige Rotakzente verleihen dem Interieur einen sportlichen Schick.

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Als Antrieb kommt beim Turbo 3 ebenfalls ein Vierzylinder-Turbobenziner zum Einsatz. Allerdings mit properen 400 PS, der seine Leistung über ein sequenzielles Getriebe allein an die Hinterachse liefert. Die Restomod-Version übertrifft damit deutlich die Leistung des Originals. Die zwischen 1980 und 1985 gebauten Turbo 1 und Turbo 2 mussten sich in der Straßenversion mit 118 kW/160 PS bescheiden – brachten es im Renntrimm aber ebenfalls auf 250 bis 400 PS. Das Remake des kleinen Franzosen soll in Kleinserie gebaut werden. Wann erste Exemplare an Kunden ausgeliefert werden, ist noch unklar. Auch einen Preis nennt der Hersteller bislang nicht. Er dürfte aber im sechsstelligen Bereich liegen.

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