Mobiler Service Die Ford-Werkstatt kommt zum Kunden

Von Jan Rosenow

In einem Pilotprojekt setzen fünf Ford-Partner eine „mobile Werkstatt“ ein, um Fahrzeuge von Flottenkunden vor Ort zu reparieren. Dieser Service soll künftig allen Fuhrparks mit mehr als 50 Fahrzeugen angeboten werden.

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80 Prozent aller Servicearbeiten lassen sich laut Ford mit der mobilen Werkstatt durchführen – auch der Ölwechsel. Beim Tausch des Ölfilters muss der Mechatroniker allerdings sehr gut aufpassen, dass kein Altöl in die Umwelt gelangt.
80 Prozent aller Servicearbeiten lassen sich laut Ford mit der mobilen Werkstatt durchführen – auch der Ölwechsel. Beim Tausch des Ölfilters muss der Mechatroniker allerdings sehr gut aufpassen, dass kein Altöl in die Umwelt gelangt.
(Bild: Ford)

Der Kölner Hersteller möchte sein Ansehen bei Flottenbetreibern verbessern und baut deshalb sein Serviceangebot für große Fuhrparks mit über 50 Fahrzeugen aus. Fünf ausgewählte Händler in Köln, Berlin, Koblenz, Wiesbaden und Kolbermoor bei Rosenheim setzen ab sofort einen zur Werkstatt ausgebauten Transporter ein, mit dem sie Service-, Inspektions- und Reparaturleistungen direkt vor Ort bei den Flottenkunden durchführen können. Voraussetzung ist, dass die Fahrzeuge sich im Radius von 50 Kilometern um die am Pilotprojekt teilnehmenden Händler befinden.

Mit dem umgebauten Ford Transit lassen sich laut Unternehmensangaben rund 80 Prozent der Leistungen einer regulären Werkstatt abdecken: von Software-Updates über Wartungsarbeiten bis hin zu Verschleißreparaturen. Natürlich können die mobilen Mechatroniker dabei online auf alle Daten und technischen Informationen aus den Ford-Systemen zugreifen, die sie zu den jeweiligen Fahrzeugen benötigen.

Zentrales Callcenter für die Terminvereinbarung

Das Programm richtet sich an Flottenkunden, deren Fahrzeuge bundesweit im Einsatz sind. An dem Angebot namens Ford Liive Fleet Care sind in der Pilotphase zusätzlich zu den fünf Händlern mit mobilen Service-Vans weitere 14 Ford-Partner im ganzen Bundesgebiet beteiligt. Hinzu kommt ein zentrales Callcenter, um Serviceleistungen unkompliziert zu buchen und Termine zu vereinbaren. Das bedeutet, der Flottenkunde muss nicht in den unterschiedlichen Einsatzgebieten seiner Fahrzeuge unterschiedliche Händler kontaktieren, sondern wendet sich nur an das Kontaktzentrum.

Das Kontaktzentrum hat zudem Zugriff auf die aktuellen fahrzeugbezogenen Daten - vorausgesetzt, das jeweilige Fahrzeug verfügt über die Vernetzungslösung Ford-Pass. In diesem Fall werden die Flottenkunden kontaktiert, wenn beispielsweise eine Wartung fällig ist, das Motoröl gewechselt oder die Bremsbeläge erneuert werden müssen, und bietet gleich verfügbare Service-Termine an.

Das Pilotprojekt ist Teil des übergeordneten Ford-Liive-Programms, mit dem der Hersteller sein Serviceangebot für Flottenkunden verbessern möchte. „Wir wollen unseren Geschäftskunden helfen, ihre Tätigkeit so effektiv wie möglich auszuüben“, sagt Jörg Pilger, Direktor Kunden-Service der Ford-Werke. „In der Pilotphase möchten wir lernen, was unsere Kunden brauchen und wie wir ihre Bedürfnisse noch besser befriedigen können.“

Das Projekt läuft zunächst bis Ende März 2022. Im nächsten Schritt soll der mobile Reparaturservice sukzessive allen Flottenkunden in Deutschland mit mehr als 50 Fahrzeugen zur Verfügung stehen.

Mobiler Service: Vorschriften beachten!

Die durchführenden Händler müssen allerdings einiges beachten, wenn sie diesen Service anbieten. So sind Reparaturarbeiten, die über eine Pannenhilfe hinausgehen, im öffentlichen Straßenraum verboten beziehungsweise benötigen eine Genehmigung als Sondernutzung. Die Arbeiten dürfen also ausschließlich auf Privatgrund durchgeführt werden, also am besten auf dem Grundstück des Fuhrparkbetreibers.

Auch der Ölwechsel außerhalb einer Werkstatt ist rechtlich eine nicht ungefährliche Sache. Zwar ist das Absaugen des Öls prinzipiell sauber, allerdings muss ja noch der Ölfilter gewechselt werden, und hierbei könnte durchaus Altöl in die Umwelt gelangen. Kfz-Betriebe, die einen mobilen Reparaturservice umsetzen wollen, sollten sich also vorher bei den zuständigen Behörden erkundigen, welche Vorschriften diesbezüglich in ihrem Marktgebiet gelten.

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