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Die großen Autohändler: Graf von Hardenberg

| Autor / Redakteur: Gerd Steiler / Gerd Steiler

Einem gängigen Bonmot zufolge bergen die größten Krisen auch die größten Chancen zur Veränderung. Die „hausinterne“ Reaktion auf die Abgasaffäre wird zeigen, ob diese Chance genutzt wird.

( Rainer M. Hohnhaus)

Die aktuelle VW-Abgasaffäre hat auch die Händler eiskalt erwischt. Noch ist nicht endgültig abzusehen, wie sich der Vertrauensverlust der Marke Volkswagen auf das Kaufverhalten der Kunden und damit auf das Geschäftsergebnis der Handelspartner auswirken wird. Doch mancher Händler sieht in der aktuellen Krise auch die Chance für einen grundlegenden Umbau des VW-Konzerns, der möglicherweise auch der Handelsorganisation zugute kommen könnte.

„Die jüngsten Geschehnisse um die Marke VW kamen auch für uns völlig überraschend. Wir hatten bislang keinerlei Grund, an unseren Produkten zu zweifeln, und haben uns bei deren technischer Konfiguration ganz auf die Aussagen des Herstellers verlassen. Gerade deshalb ist es für uns schon einigermaßen enttäuschend, dass so etwas ausgerechnet bei Volkswagen passieren konnte“, meint Thomas Lämmerhirt, geschäftsführender Vorstand der Günther Graf von Hardenberg-Stiftung in Karlsruhe. Dennoch stehe man als langjähriger VW-Konzernhändler nach wie vor loyal zur Marke. „Die VW-Abgasaffäre wird mittelfristig mit Sicherheit auch für uns Händler Auswirkungen haben. Welche das konkret sein werden, können wir derzeit aber noch nicht wirklich abschätzen“, meint Lämmerhirt.