i-Kfz Digitale Fahrzeugzulassung ist zu langsam

Von Doris S. Pfaff 1 min Lesedauer

Der Kölner Zulassungsdienst Premiumzulasser übt Kritik an i-Kfz. Immer noch funktioniere die vollautomatisierte digitale Fahrzeugzulassung nicht überall.

Noch nicht einmal zehn Prozent der Neuzulassungen erfolgten im ersten Quartal 2026 vollautomatisiert digital. Das muss besser werden, fordert der Kölner Zulassungsdienst Premiumzulasser. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Noch nicht einmal zehn Prozent der Neuzulassungen erfolgten im ersten Quartal 2026 vollautomatisiert digital. Das muss besser werden, fordert der Kölner Zulassungsdienst Premiumzulasser.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Bei der digitalen Fahrzeugzulassung bleibt die Entwicklung hinter den politischen Zielen zurück. Der Kölner Premiumzulasser sieht deshalb die Politik in der Pflicht, die Verfahren zu beschleunigen und verlässlicher zu machen.

Die schwarz-rote Bundesregierung hat die Digitalisierung der Verwaltung zu einem zentralen Vorhaben erklärt; das gilt auch für das Zulassungswesen. Nach Angaben der Kölner Genossenschaft zeigen die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts jedoch, dass die Digitalisierung der Kfz-Zulassung nur langsam vorankommt.

Noch nicht einmal 20 Prozent der Vorgänge werden digital zugelassen

„Wir appellieren an die Bundesregierung und das Kraftfahrt-Bundesamt, Maßnahmen zur Beschleunigung, Vereinheitlichung und Zuverlässigkeit der digitalen Kfz-Zulassung zu priorisieren. Dazu zählen stabile Schnittstellen, behördenübergreifende Standards und eine höhere Verfügbarkeit der Systeme“, sagte Florian Cichon, Vorstandsvorsitzender der Premiumzulasser.

Zweieinhalb Jahre nach Einführung von i-Kfz, Stufe 4, fällt die Bilanz aus Sicht des Unternehmens ernüchternd aus. Im ersten Quartal des laufenden Jahres wurden nach KBA-Angaben nicht einmal 20 Prozent der Zulassungsvorgänge digital bearbeitet. Dazu zählen Neuzulassungen, Besitzumschreibungen und Außerbetriebsetzungen. 9,4 Prozent liefen über die Großkundenschnittstelle des KBA. Cichon bezeichnete diese Anteile als unzureichend, zumal rund 75 Prozent der digitalen Vorgänge Abmeldungen und damit vergleichsweise einfache Prozesse seien.

Besonders schwach fiel aus Sicht der Premiumzulasser die digitale Abwicklung bei Neuzulassungen aus: Von Januar bis einschließlich März wurden nur zehn Prozent dieser Vorgänge digital über die i-Kfz-Portale der örtlichen Zulassungsstellen und die Großkundenschnittstelle bearbeitet.

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