Digitalisierung der Autohausprozesse: Ein Riesenballast fällt weg

Von Das Gespräch führte Julia Mauritz

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Die IIC Group entwickelt Softwareprogramme für den Gebrauchtwagenhandel, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten. Geschäftsführer Igor Bonačić ist überzeugt: Künftig sinkt der administrative Aufwand für Verkäufer dadurch von 80 auf 20 Prozent.

Igor Bonačić: „Entscheidend ist, sich den Veränderungen nicht zu verschließen.“(Bild:  IIC Group)
Igor Bonačić: „Entscheidend ist, sich den Veränderungen nicht zu verschließen.“
(Bild: IIC Group)

Redaktion: Wird sich der Autohandel durch die Digitalisierung in zehn Jahren grundlegend verändert haben?

Igor Bonačić: Ich denke schon. Damit meine ich nicht, dass die Kunden ihre Autos ausschließlich online bestellen werden, vielmehr werden sich die Prozesse in den Betrieben grundlegend wandeln. Früher hat man unter Digitalisierung den Wandel von rein manuellen Tätigkeiten hin zu einer systembasierten Interaktion zwischen Mensch und Maschine verstanden. Durch die jetzt aufkommende künstliche Intelligenz fällt die Interaktion zwischen Mensch und Maschine größtenteils weg, vieles wird künftig vollautomatisch stattfinden – und damit bildlich gesprochen unter der Motorhaube verschwinden. Bislang ziehen die Menschen im Regelfall noch Daten manuell aus verschiedenen Systemen, reichern sie an und schreiben sie wieder in Maschinen zurück. Künftig wird ein System aus allen verfügbaren Markt- und Unternehmensdaten eigenständig Schlüsse ziehen und sie dann dem Menschen fertig filetiert servieren. Genau daran arbeiten wir mit Hochdruck. Für die Mitarbeiter in den Autohandelsbetrieben bedeutet das: Sie gewinnen enorm viel Zeit, die sie voll und ganz ihren Kunden widmen sollten.