Dinnebier kauft Opel-Hetzer

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Weitere Zukäufe angedeutet

Uwe Dinnebier lassen die derzeitigen Turbulenzen um die Marke Opel völlig kalt: „In Rüsselsheim sitzen gute Leute, die mit Leidenschaft am Werk sind.“ Das Fabrikat verfüge über gute Produkte und außergewöhnlich treue Kunden. Der Opel-Vorstand unterstütze den Eigentümerwechsel bei Hetzer, so Dinnebier. „Ich habe mit Opel viel vor.“ Auf die Frage nach weiteren Zukäufen in und um Berlin antwortete der Händler lediglich, mit Opel wolle man „gerne weiter wachsen“.

Uwe Dinnebier, der seit 1990 Ford-Partner ist, fährt erst seit 2007 eine Mehrmarkenstrategie. Zunächst holte er sich mit Jaguar und Land Rover zwei Premiumfabrikate ins Haus. Dann entschied er sich mit Opel für einen zweiten Vertriebsvertrag im Volumenbereich. Anfang 2011 kaufte er sieben Filialbetriebe der pleite gegangenen MAG-Metz-Gruppe in Brandenburg und im Berliner Nordwesten. Noch im selben Jahr nahm er Kia ins Programm – das koreanische Fabrikat vertreibt der Händler mittlerweile an elf Standorten der Gruppe. Zuvor hatte Dinnebier Service-Verträge mit VW, Audi, Skoda und Volvo abgeschlossen. Die Handelsgruppe mit Hauptsitz in Wittenberge erwirtschaftete 2011 mit 733 Beschäftigten an 26 Standorten in Ostdeutschland 183 Millionen Euro. Vermarktet wurden im letzten Jahr rund 6.100 Neu- und 3.500 Gebrauchtwagen.

Die Unternehmensgeschichte des Autohauses Hetzer reicht zurück bis ins Jahr 1919. Seit 1933 ist der Betrieb Opel-Vertragspartner. Die gelernte Kfz-Mechanikerin Heidi Hetzer sammelte zunächst Ende der 50er Jahre mit einer kleinen Autovermietung Erfahrungen in der Kfz-Branche. 1969 übernahm sie das Ruder im Familienbetrieb. Nebenher sammelte sie auf Rallye-Pisten in aller Welt über hundert Trophäen ein. Nicht zuletzt schätzt man sie in der Hauptstadt für ihr langjähriges soziales Engagement.

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